Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Illustration: Eva Feuchter

Dokumente

Rechtsgutachten zum Verständnis von  „Varianten der Geschlechtsentwicklung“ in § 45b Personenstandsgesetz
Gutachten_Personenstandsgesetz_Mangold et al._2019.pdf (390,4 KB)  vom 30.01.2020

Kurzgutachten zum rechtlichen Spielraum der Hochschulen  bei der Verwendung des gewählten Namens inter- und transgeschlechtlicher Studierender im Vorfeld der amtlichen Namensänderung
Kurzgutachte_Lembke_2019.pdf (541,9 KB)  vom 30.01.2020

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Trans* an der Universität

Vorgezogene Namens- und Personenstandsänderung

Trans* Studierende können ihren Namen- und Personenstand an der MLU bereits ändern lassen, bevor eine offizielle Namens- und Personenstandsänderung nach dem Transsexuellengesetz (TSG) abgeschlossen ist. Die Daten werden in der Datenbank angepasst, sodass zukünftig auf Studierendenausweis, Studienbescheinigungen, Stud.ip-Nutzer*innen-Namen und Zeugnis der selbstgewählte Name erscheint.

Voraussetzung zur Änderung der Daten sind:

  • Der Antrag auf Namensänderung beim Amtsgericht ist bereits gestellt.
  • Ein Ergänzungsausweis der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) liegt vor.
  • Die antragstellende Person gibt eine schriftliche Erklärung dazu ab, dass das neue Geschlecht und der neue, gewählte Vorname unwiderruflich von der Universität genutzt werden können.

Eine entsprechende Beantragung zur Namens- und Personenstandsänderung erfolgt im Immatrikulationsamt. Für die schriftliche Erklärung ist im Immatrikulationsamt ein Formular vorhanden. Für die Ausgabe des neuen Studierendenausweises wird eine einmalige Gebühr in Höhe von 10,30€ fällig.

Einen Artikel im Unimagazin Campus Halensis zur Erleichterung der Namensänderung ist hier    zu finden.

Was ist ein dgti-Ergänzungsausweis und wie bekomme ich ihn?

Solange Name und Personenstand von Trans* Personen nicht offiziell geändert werden konnten, kommt es zu einer Diskrepanz zwischen Geschlechtsidentität und offiziellen Dokumenten wie dem Personalausweis. Dies führt zu Irritationen, Schwierigkeiten und Problemen im Alltag, wenn Personen sich ausweisen müssen.

Der dgti-Ergänzungsausweis enthält alle selbstgewählten personenbezogenen Daten, sowie ein aktuelles Passfoto, so dass keine Diskrepanz zwischen den offiziellen Papieren und der Person bestehen bleibt. Seine Dreisprachigkeit in Deutsch, Französisch und Englisch ermöglicht auch die Verwendung auf Reisen ins Ausland. Erfahrungsberichte zum Ergänzungsausweis zeigen sich positiv. Es entfällt der übliche Erklärungsbedarf mit den weit verbreiteten Irritationen. Ein QR-Code auf  dem Ausweis, der zu einem Text auf der dgti-Website führt, sorgt dafür, dass Behörden und andere Institutionen über die Funktion des Ergänzungsausweises aufgeklärt werden, und erhöht damit die Praktikabilität. Je nach Bedarf kann der besagte Text auch ausgedruckt und mitgenommen werden. Der dgti-Ergänzungsausweis ist allen Innenministerien der Länder, dem Bundesministerium des Inneren, sowie verschiedenen anderen Behörden, Ministerien sowie verschiedenen Organisationen und Gesellschaften in Deutschland bekannt.

Der Ausweis kann online beantragt    werden. Notwendig sind ein aktuelles Passfoto und das ausgefüllte Antragsformular. Es wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 19,90€ fällig. Die Bearbeitung dauert ca. 4-6 Wochen. Mehr Informationen sind auf der Seite der dgti    zu finden.

Studieren mit dem Personenstand "divers"

Das Bewerbungsportal für Studieninteressierte sieht die Möglichkeit vor, bei Geschlecht „divers“ auszuwählen. Bei der Immatrikulation wird kein Nachweis für diesen Eintrag verlangt, hier soll wie bei männlichen und weiblichen Studierenden verfahren werden, die ihr Geschlecht auch nicht nachweisen müssen. Genderneutral sollen nach und nach sämtliche Dokumente – vom Merkblatt bis zum Abschlusszeugnis – werden, in denen auf die Anrede „Herr / Frau“ verzichtet werden soll.

Unterstützung bei Problemen bezüglich der Namens- und Personenstandsänderung

Sollten Sie Probleme im Zusammenhang mit Ihrer Namens- und  Personenstandsänderung an der Universität haben, können Sie sich  vertraulich an die Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung wenden.

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