Veranstaltungsnews
Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig aktualisierte Informationen zu bevorstehenden Veranstaltungen in den Themenbereichen Antidiskriminierung und Diversität, welche an der Uni Halle oder mit deren Beteiligung stattfinden.
Aktuelle Neuigkeiten im Bereich Antidiskriminierung und Diversität an der Uni Halle finden Sie hier.
Wenn Ihnen eine weitere relevante Veranstaltung bekannt ist, die in dieser Übersicht fehlt, senden Sie uns die Informationen gern an: antidiskriminierung@uni-halle.de
Bevorstehende Veranstaltungen
Ringvorlesung: Frauenmacht in der DDR? Über Strategien weiblicher Interessenvertretung im Staatssozialismus
16. Juni 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag mit Dorothee Wierling (Hamburg) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Vortrag: Strafrecht, Gewaltschutz, Prävention - Reicht das deutsche Recht gegen Femizide aus?
16. Juni 2026, 18:15 Uhr, Hallischer Saal
Gespräch mit Katja von der Bey (Weiberwirtschaft eG, Berlin), Grit Herzog (WohnUnion eG, Halle) und Käthe Fromm (Windfang eG, Hamburg) im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gender im Recht - Wo stehen wir heute?"
Während die staatliche Daseinsvorsorge weiter eingeschränkt wird, steigen die Lebenserhaltungskosten an.
Davon sind Frauen stärker betroffen als Männer, da sie zum Beispiel statistisch weniger verdienen und mehr unbezahlte Care-Arbeit leisten.
Zudem stehen Feminist:innen durch den gesellschaftlichen Rechtsruck vermehrt unter Druck: einerseits wird eine feministische Politik durch die neue Bundesregierung unwahrscheinlicher; andererseits wächst die (digitale) Gewalt ihnen gegenüber.
Filmvorstellung: Drzewa milczą
17. Juni 2026, 18 uhr, Puschkino
Filmvorführung vom Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien
Runa ist sechzehn, trägt locker sitzende dunkle Klamotten, malt gern und steht auf Billie Eilish. Sie könnte ein ganz normales Mädchen sein, aber sie ist mit ihrer kurdischen Familie aus dem Irak vor dem IS über Belarus nach Polen geflüchtet. Nach 18 Tagen im Wald stirbt ihre Mutter und sie findet sich unversehens in der Rolle der Ersatzmutter wieder – ihr Vater ist mit den vier jüngeren Brüdern und dem Leben in einem völlig fremden Land heillos überfordert.
Über einen langen Zeitraum beobachtet Agnieszka Zwiefka eine doppelte Metamorphose. Die Familie verlässt ihren Container an der belarusischen Grenze und versucht, sich einen Alltag mit Wohnung, Schule und Arbeit aufzubauen. Gleichzeitig wächst Runa langsam in ihre neue Rolle als Familienoberhaupt hinein, obwohl sie sich vermutlich lieber altersgemäß mit Comics, Freunden und Musik beschäftigen würde.
Die dunklen Bäume des polnisch-belarusischen Urwalds ziehen sich als Leitmotiv durch die Geschichte. Hier drang das Dunkel in Runas Leben ein, hier änderte sich ihr Schicksal für immer. Meist schweigt sie über ihre Gefühle – diese drückt sie lieber in Zeichnungen aus, deren Ästhetik von eingestreuten Animationen aufgenommen und in fantastische Sequenzen übersetzt wird. [Rainer Mende]
Vortrag: Habermas’ Erbe und der Kampf um die Demokratie
17. Juni 2026, 18:15 uhr, Hörsaal 1 (Adam Kuckhoff)
Abendveranstaltung im Rahmen der Projektwoche "In Verteidigung der Demokratie"
Mit dem Tod Jürgen Habermas am 14. März 2026 verliert die Bundesrepublik Deutschland einen ihrer prominentesten öffentlichen Intellektuellen. Als Begründer der deliberativen Demokratietheorie, als Vordenker des herrschaftsfreien Diskurses und Mahner für eine lebendige europäische Öffentlichkeit steht Habermas’ Denken bis in die Gegenwart hinein für die Frage, wie Demokratie unter den Bedingungen der heutigen Zeit gelingen kann. Gleichzeitig stehen wir vor einer großen Herausforderung angesichts der Landtagswahl am 6.September 2026. Wir laden ein, Habermas’ Demokratietheorie für die Gegenwart fruchtbar zu machen, Konzepte der Demokratie zu diskutieren und Gefährdungen demokratischer Institutionen im politischen Geschehen der Gegenwart zu analysieren. Ziel ist es, Studierende der MLU zum Nachdenken anzuregen, sie zu zivilem Engagement aufzurufen und zugleich den akademischen Diskurs an der MLU sichtbar zu machen.
Vortrag: Obdachlosigkeit in Halle - was können wir tun?
17. Juni 2026, 18:45 uhr, Puschkinstraße 27
Veranstaltung von der ESG Halle mit Heiko Wünsch (Leiter der Wärmestube, Stadtmission Halle)
Workshop: Umgang mit Wissenschaftsfeindlichkeit
18. Juni 2026, 10-16 Uhr, Dozentenbibliothek im Thomasianum, 1. OG
Workshop des Prorektorats für Forschung, Internationalisierung und Transfer der MLU
Es wird ein Workshop zum Umgang mit (digitaler) Gewalt, Hassrede und gezielten Angriffen gegen Wissenschaftler*innen, Wissenschaftskommunikator*innen oder Interessenvertretungen der Universität geben. Der Referent kommt vom Scicomm-Support. Die Teilnahme in Präsenz ist begrenzt, da in der zweiten Phase des Workshops eine Gruppenarbeit durchgeführt wird, in der konkrete Handlungsmöglichkeiten trainiert werden. Für alle, die keinen Platz erhalten oder am 18.06.2026 keine Zeit haben: Die Veranstaltung wird am Freitag, den 20.11.2026, wiederholt.
Für die Teilnahme in Präsenz ist es erforderlich, dass Sie einen Laptop mitbringen. Online: 10.00 – 12.00 Uhr, Präsenz: 10.00 – 16.00 Uhr.
Weiterbildung: Stärkende Kommunikation in Abhängigkeitsverhältnissen – Der richtige Umgang mit Hierarchie
22. Juni 2026, 9-16 Uhr, Ort folgt
Workshop mit Thorsten Giese im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Hierarchische Strukturen gibt es überall: nicht nur an der Universität, sondern – oft unsichtbar – in jeder Art von Beziehung. Machtvolles Auftreten und Statusgefälle zwischen Personen sind untrennbar miteinander verbunden. Dieses Statusgefälle ist ein dynamischer Prozess, der u.a. an Körpersprache, Sprechweise und Handlungen ersichtlich wird. Den situativen Status kann jede*r selbst verändern. Und das unabhängig von Rang und Position. Dafür braucht es das richtige Handwerkszeug, um auf Augenhöhe zu kommunizieren. Wie stärke ich meine innere Haltung im Umgang mit Vorgesetzten oder starken Persönlichkeiten? Wie kann ich Menschen aufrecht begegnen, von denen ich mich unter Druck gesetzt fühle? Wie kann ich verhindern, dass ich selbst andere mit meinem Status behindere? In diesem Seminar lernen die Teilnehmenden wirkungsvolle Techniken kennen, unterschiedliche Bedürfnisse der Gesprächspartner*innen und „Statusspiele“ zu erkennen, für sich sinnvoll nutzen zu können und dabei respektvoll dem anderen gegenüber zu bleiben
Ringvorlesung: Frauen schaffen eine neue Welt. Helene Langes Politik der kleinen Schritte
23. Juni 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag mit Angelika Schaser (Hamburg) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen
Vortrag: Antisemitismus definieren – Das Verhältnis der IHRA- und JDA-Definition. Eine kritische Analyse
24. Juni 2026, 18 Uhr, Hörsaal XVII (Mel)
Vortrag und Diskussion mit Daniel Poensgen organisiert vom AK gegen Antisemitismus
Seit den Massakern der Hamas und anderer Terrorgruppen in Israel vom 7. Oktober 2023 ist in Deutschland ein massiver Anstieg antisemitischer Vorfälle zu verzeichnen. Jüdinnen:Juden beschreiben den 7. Oktober als Zäsur auch hinsichtlich ihrer Wahrnehmungen von Antisemitismus in Deutschland und Europa. Mit diesen Entwicklungen einher geht eine nicht abreißende Debatte um Antisemitismus-Definitionen. Dabei sieht sich insbesondere die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die 2017 von der Bundesregierung ausdrücklich gewürdigt wurde, mittlerweile starker Kritik von einigen Wissenschaftler:innen und Journalist:innen ausgesetzt: Sie würde Kritik an israelischer Politik in unzulässiger Weise als antisemitisch definieren, so der Vorwurf. Seit einigen Jahren gibt es mit der Jerusalem Declaration on Antisemitism (JDA) sogar eine Definition, welche die IHRA explizit ersetzen möchte.
Der Vortrag zeigt, dass die Debatte insbesondere um die IHRA bei durchaus vorhandenen Schwächen der Definition von einer problematischen Wahrnehmung geprägt ist. Zugleich vermag die JDA zentrale Aspekte des aktuellen Antisemitismus nicht erfassen, ist in starkem Maße widersprüchlich und wird als in erster Linie politisches Dokument ihrem eigenen wissenschaftlichen Anspruch nicht gerecht. Überschätzt die Debatte um Definitionen zwar deren potentielle Wirkmächtigkeit in der Bekämpfung des Antisemitismus, wird im Vortrag dennoch gezeigt, welche nicht zu unterschätzende Rolle eine Antisemitismus-Definition in der Bekämpfung des Antisemitismus spielen kann, versteht man sie als Policy-Tool, die eine kritische Arbeit am Begriff nicht ersetzt.
Daniel Poensgen ist leitender wissenschaftlicher Referent beim Bundesverband RIAS und CO-Autor des „Handbuchs zur praktischen Anwendung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus“ der EU-Kommission. Gemeinsam mit Tanja Kinzel hat er zudem eine kritische Analyse der JDA veröffentlicht.
Unikino: Sorry, Baby
25. Juni 2026, 18:15, Hörsaal XXII (Audimax)
Filmvorstellung vom Unikino Halle
Agnes, eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wird nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während ihr Umfeld zur Tagesordnung übergeht, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken. In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre hinweg begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – getragen von Humor und der bedingungslosen Unterstützung ihrer besten Freundin.
Workshop: Women in the Digital Economy
26. Juni 2026, 13:30 uhr, JTC Legal Tech Lab (Große Steinstraße 79/80)
Vortrag organisiert von Prof. Dr. Martha B. Hailu mit Präsentationen von Dr. Catherine McDonald, Dr. Kebene Wodajo, Fadzai Nyamarebvu und Nardos Mohammed
Our visiting professor Dr. Martha B. Hailu will host a workshop on the topical issue of Women in the Digital Economy. Preexisting inequalities—such as limited resources, education, and technical skills—severely restrict women entrepreneurs from navigating complex trading regulations and standards. This divide is mirrored in digital trade, particularly in the developing world, where women face steep barriers including low connectivity, limited access to resources, and minimal digital literacy. To bridge this gap and unlock the opportunities of modern digitalization, targeted legal and policy interventions are required to empower women traders.
• “Access to Education & AI Governance Factors- perspectives on Gender in the Global Majority” by Dr. Catherine McDonald, Institute for Business Ethics, University of St. Gallen
• “Public interest EdTech: law, infrastructure, and human capability” by Dr. Kebene Wodajo, Institute for Business Ethics, University of St. Gallen
• “AfCFTA and Inclusion of African Women Entrepreneurs in Digital Trade” by Ms Fadzai Nyamarebvu, AfriEmerge Global
• “AfCFTA Digital Trade Protocol and Ethiopia” by Nardos Mohammed, Ministry of Trade and Regional Integration of Ethiopia
We’re excited to hear from our speakers and welcome everyone interested in the intersection of digital transformation, law, and women’s empowerment.
Weiterbildung: Die eigenen Stärken erkennen und selbstbewusst kommunizieren
29. Juni 2026, 9-13 Uhr, Ort folgt
Workshop mit Dipl. Psychologin Nicole Langer im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
In diesem Workshop haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre eigenen Stärken zu reflektieren und zu lernen, diese im Alltag selbstbewusst zu kommunizieren. Verschiedene Kommunikationstechniken werden erarbeitet, um die eigenen Stärken klarer und sichtbarer zu machen. Darüber hinaus wird das Thema „Grenzensetzen“ sowohl theoretisch als auch praktisch behandelt. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit hinderlichen Glaubenssätzen, die es oft erschweren, die eigenen Stärken zu zeigen und eigene Grenzen zu wahren.
Ringvorlesung: Die Banalität des Weiblichen. Frauen in Geschichte, Gegenwart und Zukunft
30. Juni 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag mit Kerstin Lücker (Berlin) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Vortrag: Von Dickpics bis Deepfakes – Geschlechtsspezifische digitale Gewalt
01. Juli 2026, 18–20 Uhr, Hörsaal I (Steintor-Campus)
Vortrag mit Kathi Heffe im Rahmen der Ringveranstaltung Diversity @University der Präventions- und Beratungsstelle Antidiskrimnierung.
Digitale Gewalt zeigt viele Facetten. Sie reicht von Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede bis hin zu Bedrohung, Erpressung und der unbefugten Nutzung von Bildern oder anderer persönlicher Daten. Hinzu kommt die ungefragte Konfrontation mit sexualisierten Inhalten, z.B. nicht einvernehmlich verschickte Dickpics oder sexualisierten Deepfakes.
Im Vortrag sprechen wir über Erscheinungsformen und neue Phänomenbereiche im Netz, von denen weiblich gelesene Personen besonders betroffen sind. Die Teilnehmenden werden über präventive Schutzmöglichkeiten aufgeklärt und lernen, welche Handlungsmöglichkeiten es in Akutsituationen gibt.
Des Weiteren sprechen wir über juristische Möglichkeiten. HateAid stärkt Menschenrechte im digitalen Raum. Die gemeinnützige Organisation klärt über digitale Gewalt auf und erarbeitet Lösungen für ein Netz, in dem Meinungsfreiheit gewahrt und Teilhabe ermöglicht wird.
Symposium: Integration - Inklusion - Aktion: 20 Jahre Integrationsvereinbarung an der MLU
2. Juli 2026, 16-19 Uhr, Hörsaal 4 (Uniklinikum Halle)
Veranstaltung des Behindertenbeauftragten des Akademischen Senats mit den Referent*innen Prof. Dr. em. Johann Behrens, Prof. Dr. Katja Nebe, Prof. Dr. Rolf Sethe, Studierende der MLU, Prof. Dr. Thorsten Meyer-Feil
Mit dem Symposium wollen wir einen Blick auf die Inklusion von Angehörigen unserer Universität werfen. Dazu gehört ein historischer Blick, ein Blick auch auf Aktivitäten anderer Universitäten in dieser Zeit, aber auch ein Blick auf wichtige Etappen zur Inklusion unserer Universität, ein Blick aus Sicht der Studierenden als zentralste Zielgruppe der Universität, und ein Blick nach vorn. Inklusion und Teilhabe sind ein hohes Gut - davon zeugen nicht nur zentrale normative Dokumente wie die UN-Behindertenrechtskonvention, das Benachteiligungsverbot nach Artikel 3 Abs. 3 Satz 2 des Grundgesetzes, das Bundesteilhabegesetz oder auch die Landesverfassung unseres Bundeslandes. Wir wollen auch einen Blick auf konkrete Aktivitäten richten und auch den Blick dafür schärfen, dass auch hohe Güter den Zeitläuften unterliegen durchaus gefährdet sein können. Seien Sie eingeladen, das Erreichte angemessen zu würdigen und zu feiern, gemeinsam zu diskutieren, und den Blick und auf die Zukunft von Inklusion einer Universität für Alle zu richten.
Vortrag: Gleichheit kontrovers
2. Juli 2026, 18:15 Uhr, Hallischer Saal
Vortrag mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Susanne Baer im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gender im Recht - Wo stehen wir heute?"
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Susanne Baer hat als ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts viele Erfahrungen mit der Funktions- und Arbeitsweise des Gerichts gesammelt, welche sie im Buch „Rote Linien“ zusammengetragen hat. Gleichzeitig ist sie Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin. Feministische Rechtswissenschaft ist einer ihrer Arbeitsschwerpunkte. Rechtssoziologisch und historisch richtet sie den Blick u.a. auf die Bedeutung von Geschlecht im Recht, die Frage nach der Objektivität von Recht und dessen emanzipatorischer Funktion.
Diese theoretischen Überlegungen wendet sie auf konkrete Kontroversen unserer Zeit an, wie bspw. reproduktive Gerechtigkeit, Recht gegen sexualisierte Gewalt und Lohngleichheit. In ihrem Vortrag wird sie beide Perspektive einbringen und Gleichheit kontrovers diskutieren.
Ringvorlesung: Podiumsdiskussion
7. Juli 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Podiumsdiskussion mit Silke Satjukow, Dagmar Hofmann und Ingrid Würth im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Unikino: A Real Pain
9. Juli 2026, 18:15, Hörsaal XXII (Audimax)
Filmvorstellung vom Unikino Halle
David und Benji Kaplan haben vor kurzem ihre Großmutter verloren. Die Polin war vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs in die USA geflohen. Um ihr die letzte Ehre zu erweisen, fliegen die beiden Cousins nach Polen, um an einer geführten Tour teilzunehmen, die sie zu den wichtigsten jüdischen Gedenkstätten führen soll. Die Reise gibt ihnen nicht nur die Möglichkeit, ihre Trauer zu verarbeiten, sondern auch mehr über sich selbst zu erfahren.
Ringvorlesung: Frauen(gestalten) in der Philosophie der (Spät)Antike
14. Juli 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag von Matthias Perkams (Jena) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Schreibwoche: 5. gender*bildet Schreibwoche
07. – 11. September 2026, Stiftung Leucorea Wittenberg
Die Schreibwoche wird organisiert von gender*bildet (MLU)
Die gender*bildet-Schreibwoche bietet Wissenschaftler*innen mit genderbezogenen Fragestellungen die Möglichkeit, sich intensiv einem Schreibprojekt im Rahmen ihrer Qualifikation oder Forschung zu widmen – sei es die Dissertation oder Habilitation, ein Abstract, ein Artikel oder ein Forschungsantrag. Kernstück ist die fokussierte gemeinsame Schreibzeit, die nicht nur die Produktivität fördert, sondern auch einen achtsamen Umgang mit den eigenen Ressourcen ermöglicht. Zusätzlich bietet das individuelle Schreibcoaching gezielte Begleitung bei spezifischen Herausforderungen und hilft, Lösungen zu entwickeln. Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich eine Woche lang aus dem Alltag zurückzuziehen und sich ganz ihrer Forschungsarbeit zu widmen. In einer konzentrierten Umgebung fernab von Unibetrieb, Arbeitswelt und Care-Verpflichtungen können sie ungestört schreiben, Ideen austauschen und Unterstützung finden.
Weiterbildung: Interkulturelle Sensibilisierung
8. September 2026, 9-15 Uhr, Präsenz
Workshop mit Julia Ritter im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Sie haben hin und wieder, oder sogar täglich mit internationalen Studierenden, Mitarbeitenden oder Wissenschaftler*innen zu tun? Sie planen einen längeren Auslandsaufenthalt und sind unsicher, wie Sie sich dort zurecht finden werden? Oder Sie sind einfach interessiert an dem Austausch mit Vertreter*innen anderer Kulturen? In diesem interkulturellen Training wird spielerisch zur Reflexion über die eigene (kulturelle) Prägung angeregt und es werden Handlungsoptionen für knifflige Situationen entwickelt. Zusammen analysieren wir Erfahrungen und Besonderheiten im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen.Tragen Sie gern schon im Vorfeld konkrete Bedarfe an die Dozentin heran.
Weiterbildung: Konflikt oder Mobbing? – Umgang mit Mobbing an der MLU gemäß Dienstvereinbarung zur Bekämpfung von Mobbing
9. September 2026, 9-12 Uhr, Online
Workshop mit Anke Märker im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Im alltäglichen Zusammenarbeiten sind Reibereien, Meinungsverschiedenheiten und auch Konflikte unumgänglich. Ein konstruktives Management selbiger bereichert das Arbeitsleben und wirkt sich positiv auf die Arbeitsergebnisse aus. Leider ebenso alltäglich ist es für einige, dass bestehende Differenzen nicht aufgelöst werden können und sich aus diesen eine Art Psychoterror entwickelt, der zu Angst, Verunsicherung, Resignation und sehr häufig zu Krankheit führt. Mobbing ist kein neues Phänomen. Es ist mehr als Getuschel unter Kolleg*innen über Kolleg*innen und viel mehr als fehlende Sympathie, sondern eine Ausgrenzung mit System, welche schwerwiegende Folgen sowohl auf der persönlichen als auch auf der Organisationsebene hat. Die MLU hat mit der Dienstvereinbarung (DV) zur Bekämpfung von Mobbing einerseits klargestellt, dass derartige Verhaltensweisen in der universitären Zusammenarbeit inakzeptabel und sanktionswürdig sind und andererseits ein Vorgehen installiert, welches es Betroffenen ermöglicht, sich zur Wehr zu setzen. Im Workshop werden die Begriffe Konflikte und Mobbing definiert, voneinander abgegrenzt und das Vorgehen nach Dienstvereinbarung im Mobbingfall erörtert. Darüber hinaus werden Verantwortlichkeiten, Rechte und Pflichten der Angehörigen der MLU herausgestellt.
Weiterbildung: Neu im Amt – Rollenklärung für Gleichstellungsbeauftragte
14. September 2026, 9:30-16 Uhr, Präsenz
Workshop mit Dr. Sabine Blackmore im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Der Professionalisierungsprozess der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen hängt maßgeblich vom institutionellen und persönlichen Rollenverständnis der einzelnen Gleichstellungsbeauftragten ab. Um Klarheit und ein professionalisiertes Verständnis der eigenen Rolle zu erlangen, ist es wichtig, die rechtlichen und organisationalen Grundlagen sowie die aktuellen Ansätze der Gleichstellungsarbeit zu kennen und auch die Erwartungsnormen, die mit der Tätigkeit verbunden sind, zu reflektieren und zu managen. Auch persönliche Anteile (z. B. Motivationen) tragen wesentlich zum Rollenverständnis bei. Dieser Workshop setzt genau an der Stelle der eigenen Rollenklärung an und eröffnet den Teilnehmenden, die Möglichkeit, den Professionalisierungsprozess voranzutreiben und zu gestalten. Die Teilnehmenden bekommen im Workshop nützliche Werkzeuge an die Hand, um im Arbeitsalltag auch weiterhin ihre Rolle zu reflektieren und somit professionell zu handeln.
Weiterbildung: „Wer wird Professor*in?“ - Spielerisch für Diversität sensibilisieren
4. November 2026, 13-16 Uhr, Präsenz
Workshop mit Sabine Wöller im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Welche Rolle spielen sichtbare und unsichtbare Diversitätsmerkmale für den akademischen Karriereweg? Im Spiel „Wer wird Professor*in?“ werden die komplexen Themen
Diversität, Diskriminierung und Unterstützungsmöglichkeiten auf ansprechende Weise erlebbar. Berührungsängste können abgebaut, unsichtbare Hürden erfahrbar und Perspektivwechsel angeregt werden. Die Spielenden durchlaufen als fiktive Charaktere den Weg vom Studium zur Professur – und treffen dabei anhand zufällig verteilter Diversitätsmerkmale auf fördernde und hemmende Situationen. Das Spiel wurde von der Präventions- und Beratungsstelle Antidiskriminierung im Rahmen der HRK-Initiative „Vielfalt an deutschen Hochschulen“ entwickelt und durch das BMBF gefördert. Es kann nach Besuch der Weiterbildung kostenfrei ausgeliehen und in eigenen Lehrveranstaltungen genutzt werden.
Tagung: Ost|West-Differenz – eine unterschätzte Kategorie in der Erziehungswissenschaft?
05.–06. November 2026, Uni Halle
weitere Informationen folgen
Weiterbildung: Pflegezeit, Familienpflegezeit – Chancen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf?
10. November 2026, 9-12 Uhr, Online
Workshop mit Nils Wittig und Ina Schubert im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird in den nächsten Jahren deutlich ansteigen. Damit wächst auch die Anzahl derer, die pflegebedürftige Angehörige haben. Die entstehenden Herausforderungen beschränken sich nicht nur auf den privaten Lebensbereich des bzw. der Angehörigen, sondern wirken gleichermaßen auf den Beruf. Die Veranstaltung informiert über kurz- und langfristige Anpassungsmöglichkeiten des Umfangs und der Lage der Arbeitszeit sowie des Arbeitsortes.
Weiterbildung: Gut beraten in Diskriminierungsfällen: Beratungskompetenz als Erstkontaktperson
11. November 2026, 13-16 Uhr, Präsenz
Workshop mit Sabine Wöller im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Lehrende und Interessenvertretungen werden von Studierenden und Kolleg*innen auch als Ansprechpersonen für sensible Themen wahrgenommen. Wenn sich Personen aufgrund von diskriminierenden, belästigenden oder gewalttätigen Erfahrungen an Sie wenden, finden Sie sich schnell mit einer hohen Komplexität und Emotionalität konfrontiert, die überfordernd wirken kann. Im Workshop erfahren Sie, wie Sie in solchen Momenten trotz aller Herausforderungen eine souveräne Erst- und Verweisberatung durchführen können. Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von Beratungskompetenz als Erstkontaktperson, die einen sicheren Umgang mit Diskriminierungs- und Belästigungsfällen im universitären Kontext ermöglicht und auf die Bedürfnisse von Ratsuchenden eingeht.
15. Landesweiter Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt: Allyship und Solidarität(en) - Perspektiven der Gender- und Queerforschung stärken
12. November 2026, Campus Welcome Center, OVGU Magdeburg
Die Tagung wird organisiert von der Koordinierungsstelle Gleichstellung und Chancengleichheit Sachsen-Anhalt u.a. in Zusammenarbeit mit gender*bildet (MLU)
Seit 2011 organisiert die KGC gemeinsam mit Netzwerkpartner*innen in Sachsen-Anhalt den Landesweiten Tag der Genderforschung. Ziel ist es, Genderforschung und deren Relevanz in verschiedenen Disziplinen sichtbarer zu machen und Genderforschende auch über die Landesgrenzen hinaus miteinander zu vernetzen.
Die Tagung hat sich zu einem bundesweiten Forum für die Präsentation und Diskussion von Forschungs- und Praxisprojekten zwischen Wissenschaftler*innen, Studierenden und einer interessierten Öffentlichkeit etabliert.
- Interdisziplinärer Austausch
- Sichtbarmachung & Vernetzung von Genderforschung und -forschenden
- Transfer von Genderwissen
- Förderpreis für Forschungsvorhaben mit Genderaspekt
Auf den folgenden Seiten finden Sie Hintergrundinformationen zum Landesweiten Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt sowie Informationen zu den Referierenden und den vorgestellten Forschungsarbeiten und Projekten.
Weiterbildung: Zwischen Flirt und sexueller Belästigung – Handlungssicherheit und Beratungskompetenz für
Gleichstellungsbeauftragte
19. November 2026, 9-12.30, Präsenz
Workshop mit Anke Märker im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Flirts können schmeichelhaft sein – sexuelle Belästigung ist ein
Machtübergriff. Wo genau verläuft die Grenze zwischen beiden? In der Praxis ist die Unterscheidung nicht immer eindeutig. Als Gleichstellungsbeauftragte stehen Sie vor der Herausforderung, Beschwerden sensibel aufzunehmen, Betroffene zu unterstützen und zugleich sicher einzuordnen, wann ein Verhalten die Schwelle zur sexuellen Belästigung überschreitet. Das Seminar beleuchtet die Unterschiede zwischen einvernehmlicher Kommunikation und grenzüberschreitendem Verhalten – unter Berücksichtigung der im universitären Kontext geltenden rechtlichen Grundlagen. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle der*s Gleichstellungsbeauftragten als vertrauliche Anlaufstelle und Beratungsperson mit ihren Möglichkeiten und Grenzen.
Weiterbildung: Diversity in Lehre und Wissenschaft
25. – 26. November 2026, 9-16 Uhr, Online
Workshop mit Leonore Sibeth im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Der Forschungs- und Lehralltag an deutschen Hochschulen ist zunehmend geprägt von Vielfalt (Diversity): Studierende unterschiedlicher regionaler Herkunft, unterschiedlichen Alters, verschiedenen Geschlechts, mit unterschiedlichen kognitiven und körperlichen Voraussetzungen sitzen gemeinsam im Vorlesungssaal mit gleichen Lernzielen aber unterschiedlichen Lernzugängen. Auch der Umgang mit Studierenden unterschiedlichster kultureller Herkunftskontexte birgt einige Herausforderungen. Die Zielsetzung einer modernen Didaktik ist es deshalb, alle Studierenden zu befähigen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und Lehrende zu sensibilisieren. Um das zu ermöglichen, bedarf es didaktischer Settings, die von der Lernzielformulierung bis zur Prüfungssituation Diversität als Querschnittsthema reflektiert berücksichtigen.
Weiterbildung: Inklusive Hochschullehre
27. November 2026, 9-13 Uhr, Online
Workshop mit Ingo Binder im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass nur bei 4% aller Studierenden mit Handicap eine Beeinträchtigung auf den ersten Blick zu erkennen ist. Demgegenüber leiden jedoch ca. 11 % der Studierenden an einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung. Die Hochschulrektorenkonferenz fordert von allen Hochschulen, die Bedürfnisse von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in ihrer Lehre zu berücksichtigen. In dieser modularen Veranstaltung setzen sich die Teilnehmenden aktiv mit der Situation behinderter und chronisch kranker Studierender auseinander. Sie lernen sichtbare und „unsichtbare“ Beeinträchtigungen im Studienalltag und deren Auswirkungen auf das Studium kennen. Darüber hinaus werden unterschiedliche Methoden einer inklusionssensiblen Didaktik vertieft mit anschließenden konkreten Fallbeispielen aus der Beratungspraxis.
Weiterbildung: TINklusive Hochschule?! Sensibilität im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt
2. Dezember 2026, 13-16 Uhr, Online
Workshop mit Sabine Wöller im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Lange gingen die meisten Menschen davon aus, dass es nur zwei Geschlechter gebe: Männer und Frauen. Seit 2018 gibt es in Deutschland vier offizielle Personenstände (männlich, weiblich, divers, keine Angabe), mit denen versucht wird, die Realität geschlechtlicher Vielfalt adäquater abzubilden. Auch an der MLU studieren und arbeiten Personen aller Geschlechter. Trans*, inter* und nicht binäre Menschen (kurz: TIN) sehen sich dabei mit Herausforderungen und Diskriminierungsrisiken konfrontiert, die ihre Studier- und Arbeitsfähigkeit stark
beeinträchtigen können. Diese resultieren häufig nicht aus böser Absicht, sondern aus mangelnder Sensibilisierung. Die Weiterbildung sensibilisiert für Herausforderungen und Barrieren und zeigt an Praxisbeispielen auf, wie Sie sensibel mit geschlechtlicher Vielfalt umgehen und Diskriminierungserfahrungen vermeiden können.
Vergangene Veranstaltungen
Veranstaltungsarchiv 2018–2024: hier
Veranstaltungsarchiv ab 2025:




