Newsarchiv: Veranstaltungsnews
Jahr 2025
Vortrag: Antisemitismus in der arabischen Welt. Entstehung und Wirkung im nationalen und transnationalen Kontext
02. April 2025, 18 Uhr, Hörsaal III (Steintor-Campus)
Vortrag mit Dr. Omar Kamil (Uni Halle)
veranstaltet vom Alternativen Vorlesungsverzeichnis der MLU
Im Laufe der Kolonialzeit hat der in Europa entstandene Antisemitismus in den arabischen Gesellschaften Wurzeln geschlagen. Der Vortrag beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Antisemitismus im Nahen Osten, seine gegenwärtige Relevanz im arabischen Raum und seine Fortwirkungen im transnationalen deutschen und europäischen Kontext.
Dr. Omar Kamil arbeitet seit dem Sommersemester 2024 als Privatdozent am Seminar für Judaistik/Jüdische Studien der MLU. Sein Forschungsschwerpunkt befindet sich in der Überschneidungszone israelisch-jüdischer, arabisch-islamischer und deutsch-europäischer Geschichte und Geschichtserfahrungen. Zurzeit arbeitet er an dem Forschungsprojekt: „Migration und Antisemitismus im europäischen Kontext. Transkulturelle Perspektiven auf jüdisch-islamische Beziehungen in der deutschen Postmigrationsgesellschaft", welches das zentrale Thema des Vortrags sein wird.
Weiterbildung: Spielerisch für Diversität sensibilisieren
03. November 2025, 13–16 Uhr, Präsenz
Workshop mit Sabine Wöller (Präventions- und Beratungsstelle Antidiskriminierung der MLU)
Welche Rolle spielen sichtbare und unsichtbare Diversitätsmerkmale für den akademischen Karriereweg? Im Spiel „Wer wird Professor*in?“ werden die komplexen Themen Diversität, Diskriminierung und Unterstützungsmöglichkeiten auf ansprechende Weise erlebbar. Berührungsängste können abgebaut, unsichtbare Hürden erfahrbar und Perspektivwechsel angeregt werden. Die Spielenden durchlaufen als fiktive Charaktere den Weg vom Studium zur Professur – und treffen dabei anhand zufällig verteilter Diversitätsmerkmale auf fördernde und hemmende Situationen. Das Spiel wurde von der Präventions- und Beratungsstelle Antidiskriminierung im Rahmen der HRK-Initiative „Vielfalt an deutschen Hochschulen“ entwickelt und durch das BMBF gefördert. Es kann nach Besuch der Weiterbildung kostenfrei ausgeliehen und in eigenen Lehrveranstaltungen genutzt werden.
Zu den Kursschwerpunkten gehören u. a.:
- Vorstellung des Spiels
- Testspiel und Reflexion
- Möglichkeiten zur Ausleihe
Zielgruppe: Lehrende
Teilnehmendenanzahl: maximal 15 Teilnehmer*innen
Anmeldeschluss: 14 Tage vor Seminarbeginn
Vortrag und Ausstellung: „Versteht mich endlich jemand?" Geflüchtete in Halle auf dem Weg zum Therapieplatz
27. März 2025, 17–18:30 Uhr, Stadtmuseum Halle
veranstaltet von der Uni Halle und dem Psychosozialen Zentrum für Migrant*innen Sachsen-Anhalt im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus
Referentinnen: Laura Höhs (Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie, und Informatik an der Uni Halle) und Madlena Kahlo (Psychosoziales Zentrum für Migrant*innen Sachsen-Anhalt)
Depressionen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen – im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung besteht bei Geflüchteten ein erheblich erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen. Zusätzlich zu diesem erhöhten Risiko bestehen aber zahlreiche Barrieren, die Geflüchteten den Zugang zu benötigten Therapien erschweren. Das hat Folgen: Diagnosen bleiben aus, Wartezeiten auf einen Therapieplatz sind lang, Erkrankungen dauern unbehandelt an und verschlechtern sich oder chronifizieren.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt untersuchen daher das Psychosoziale Zentrum Sachsen-Anhalt und die Martin-Luther-Universität Erfahrungen von Geflüchteten in Halle. Mittels Interviews wird erforscht, wie Geflüchtete in Halle die medizinische Versorgung und insbesondere die psychotherapeutische Versorgung wahrnehmen. Einen weiteren Blickwinkel bieten die Einschätzungen der Sprachmittler*innen, die die Patient*innen bei ihren psychotherapeutischen Erstgesprächen begleiten.
So ergibt sich ein konkretes, persönliches Bild des deutschen Gesundheitssystems mit all seinen Barrieren und Chancen. In einem kurzen Vortrag stellen Mitglieder der Forschungsgruppe den aktuellen Stand der Studie und die Arbeit des Psychosozialen Zentrums vor, im Anschluss gibt es Raum für Fragen aus dem Publikum. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Still stehen” zu besuchen, die die Situation von Geflüchteten und Seeleuten während der Pandemie darstellt.
Workshop: Allyship mit jüdischen Communities
27. März 2025, 17 Uhr, SSR (Steintor-Campus)
Workshop mit Mats und Matze von Be.Ally
veranstaltet vom AK que(e)r_einsteigen des StuRa
Wenn wir über jüdisches Leben sprechen, geschieht das oft in Verbindung mit der Shoah oder aktuellen Gewalttaten. Doch jüdisches Leben ist weit mehr als das: Es ist vielfältig, lebendig und voller Kultur, Geschichte und Zukunft. In unserem Workshop „Allyship mit jüdischen Communities“ möchten wir genau das in den Mittelpunkt stellen. Wir zeigen, wie jüdisches Leben heute aussieht, warum es wichtig ist, über Stereotype hinauszublicken, und wie wir alle als Allies aktiv werden können. Dabei geht es explizit um jüdisches Leben in Deutschland und nicht um den Nahostkonflikt. Sei dabei und entdecke eine Perspektive, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft zu kurz kommt!
Weiterbildung: Konflikte als Vorgesetzte*r souverän moderieren
26. März 2025, 09–14 Uhr, Präsenz
Workshop mit Anke Märker (Sozial- und Konfliktberatungsstelle der Uni Halle)
Streit unter Mitarbeitenden stellt vor allem Vorgesetzte vor besondere Herausforderungen. Einerseits müssen sie gewährleisten, dass die Arbeitsprozesse ohne Reibungsverluste laufen, müssen ihrer Fürsorgepflicht gegenüber jedem*r Beschäftigten nachkommen sowie geltende MLU-interne Vorgaben erfüllen, z.B. Einhaltung der Dienstvereinbarung zur Bekämpfung von Mobbing. Alle Seiten erwarten von ihnen, den Konflikt souverän zu moderieren – natürlich im jeweilig eigenen Interesse. Das Seminar vermittelt Wissen und Fertigkeiten, um Konfliktsituationen in der Arbeitsgruppe souverän zu managen. Sie als Vorgesetzte*r reflektieren die eigene Rolle im Konfliktgeschehen und lernen einige Gesprächstechniken kennen, die es ermöglichen, auch in einer aufgeheizten Stimmung deeskalierend zu kommunizieren und gemeinsam mit allen Beteiligten konstruktive Lösungen zu erarbeiten.
Zu den Kursschwerpunkten gehören u. a.:
- Ursachen und Symptome von Konflikten
- Dynamik der Konflikteskalation
- Abgrenzung Konflikt – Mobbing
- Rolle als Vorgesetze*r
- Gesprächstechniken für Konfliktmoderation
Lehr- und Lernformen: Inputreferat, praktische Übungen, Kleingruppenarbeit, Erfahrungsaustausch
Zielgruppe: Führungskräfte aus Wissenschaft und Verwaltung, z. B. Abteilungs-, Referats-, Sachgebietsleiter*innen, Ausbilder*innen Professor*innen, Juniorprofessor*innen, Nachwuchsgruppenleiter*innen, Projektleiter*innen
Teilnehmendenanzahl: maximal 12 Teilnehmer*innen
Anmeldeschluss: 14 Tage vor Seminarbeginn
Konzertprojekt: Wut
20. März 2025, 19.30–22 Uhr, Volkspark Halle
In Zeiten globaler Konflikte und polarisierender Weltbilder zeichnen sich innergesellschaftlich aufs Neue kulturelle Grabenkämpfe und generationsübergreifende Spannungen ab: Masse gegen Elite. Aufbruch gegen Tradition. Chaos gegen Harmonie. Kunst gegen Unterhaltung ... Wir gegen Die. Wut ist selten die Lösung – doch vielleicht der Funke für Veränderung?
Studierende der MLU haben sich in einem gemeinsamen Projekt mit der Staatskapelle Halle und der Rapperin Sidney mit der Frage auseinandergesetzt, wie Musik als Aushandlungsmedium sozialer Konflikte in den gesellschaftlichen Diskurs hineinwirken und dem lauter werdenden Unmut über allgegenwärtige Missstände eine Stimme verleihen kann. In einem kollaborativen Seminar der Abteilung Musikwissenschaft ist dabei ein Aufführungsformat entstanden, das die Grenzen des traditionellen Konzerterlebnisses hinterfragt und das Konzert als Ort musikalischer Öffentlichkeit in seiner gesellschaftlichen Funktion neu zu denken versucht: Wie kann die historistische Aufführungskultur klassischer Musik Brücken zur Gegenwart schlagen? Wie können "Hoch-" und "Subkultur", visuelle und akustische Medien, Aufführungsort und Musik zusammenwirken? Und wie kann das Publikum aus seiner gewohnten Rezeptionshaltung befreit werden? Antworten gibt ein Konzert, das die Hörbiographien unterschiedlicher Publikumsgruppen zusammenbringt und in Anbetracht der Vielfalt musikalischer Ausdrucksformen zwischen Klassik, Pop und Rap nach Gemeinsamkeiten sucht und den Raum für einen Dialog öffnet, statt sich in die Bequemlichkeit einseitiger Werturteile und ästhetischer Hierarchien zu flüchten.
Vorträge, Musik und Get-Together: Nouruzfest zum Kennenlernen und Mitmachen
20. März 2025, 16–17:30 Uhr, Orientalisches Institut
veranstaltet von der Insitutsgruppe Orient der MLU im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus
PD Dr. Nader Purnaqchéband (Leitung „Team Lektorat Persisch“) und Robert Schönrok, der Beauftragte für Migration und Integration der Stadt Halle (Saale), laden ins Institut für Orientalistik der Uni Halle ein, damit Interessierte das persisch-afghanisch-kurdische Neujahrs- und Frühlingsfest „Nouruz“ kennenlernen können. In drei kurzen Vorträgen werden er und zwei Mitarbeiter des Lektorats jeweils eine kurze kulturgeschichtliche Einführung in das Fest geben, die jahrtausendealten persisch-jüdischen Beziehungen nachzeichnen, sowie selbstgedichtete Lyrik zum Frühlingserwachen (Persisch-Deutsch) vortragen. Die Darbietungen werden von Musizierenden orientalischer Instrumente begleitet.
Organisiert wird dieses Event durch die Institutsgruppe Orient, die alle Gäst*innen mit Tee, Kaffee und Gebäck begrüßt. Das traditionelle „Haft-Sin-Gedeck“ und die Möglichkeit an der Teilnahme am „Hafiz-Orakel“ sind weitere Bestandteile der Veranstaltung.
Weiterbildung: Datenschutz und Verschwiegenheit im Amt: Rechtssichere Praxis in der Gleichstellungsarbeit
19. März 2025, 8:30–15:30, Präsenz
Workshop mit Dr. Andrea Feth (Juristin, Gleichstellungsbeauftragte, Coach und Trainerin)
Zielgruppe: Gleichstellungsbeauftragte der Fakultäten und fakultätsunabhängigen Bereiche
Gleichstellungsbeauftrage erfahren so einiges – auf sehr verschiedenen Wegen. Und bisweilen scheint es notwendig, Wissen zu teilen oder für die Zukunft verfügbar zu machen. Im Workshop erwerben die Teilnehmenden Kenntnisse über den rechtssicheren Umgang mit den ihnen im Rahmen ihrer Amtsführung bekanntwerdenden Daten und die Grenzen ihrer Verschwiegenheitspflicht.
Zu den Kursschwerpunkten gehören u. a.:
- Grenzen der Verschwiegenheitspflicht
- Recht auf Information und Weitergabe von Informationen
- Datenschutz bezüglich personenbezogener Daten, u. a. Speicherung
Anmeldeschluss: 14 Tage vor Seminarbeginn.
Auftaktveranstaltung: Bildungswochen gegen Rassismus
15. März 2025, 15–18 Uhr, neues theater (Innenhof)
Die Bildungswochen gegen Rassismus gehen in die 14. Runde und werden feierlich im Innenhof des neuen theaters eröffnet. Zahlreiche Akteur*innen aus ganz Halle gestalten den Auftakt gemeinsam, mit einem spannendem Programm für Familien, Interessierte und gesellschaftspolitisch Aktive: kommt vorbei und setzt mit uns ein Zeichen für eine offene und vielfältige Gesellschaft!
Bei der feierlichen Eröffnung ab 15 Uhr unter dem diesjährigen Motto „Menschenwürde schützen“ werden sich verschiedene Mitglieder von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage und Akteure der Stadtgesellschaft vorstellen, es wird Grußworte von der Stadt Halle und vom Bündnis geben. Highlights des Bühnenprogrammes sind verschiedene musikalische Beiträge, darunter ein Konzert der Teacher Oliver Band.
Zwischen 15h und 18h laden wir alle Bewohner*innen von Halle ein, am Kuchen-Buffett oder an den zahlreichen Infoständen in Austausch zu kommen. Die Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit der Uni Halle ist mit einem Infostand dabei.
Netzwerktreffen: antisemitismuskritische Akteure in Halle
12. März 2025, 17 Uhr, Ort wird nach Anmeldung bekannt gegeben
Der AK Antisemitismus des Stura lädt herzlich zu einem Netzwerktreffen antisemitismuskritischer Akteure in Halle ein! Das Treffen soll dem Austausch, der Vernetzung und der Stärkung gemeinsamer Strategien gegen Antisemitismus dienen. Dabei soll auch der neue Arbeitskreis gegen Antisemitismus des Studierendenrats (Stura) der Uni Halle vorgestellt werden. Wir möchten Raum bieten, um gemeinsam zu überlegen, wie wir uns in Halle besser vernetzen und antisemitismuskritische Arbeit an der Uni und in der Stadt gezielt voranbringen können. Wir freuen uns auf einen produktiven Austausch mit euch!
Weiterbildung: Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg erfolgreich gestalten
12. März 2025, 09-16 Uhr, Präsenz
Workshop mit Nils Wittig und Ina Schubert (Familienbüro der Uni Halle)
Werdende Eltern und ihre Führungskräfte stellen Schwangerschaft, familienbedingte Auszeiten und Wiedereinstieg in den Beruf vor organisatorische Herausforderungen. Dies gilt umso mehr, wenn es darum geht, eine Qualifikation erfolgreich abzuschließen. In diesem Workshop sollen Rahmenbedingungen geklärt und Möglichkeiten aufgezeigt werden, diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern und den Weg zu einem erfolgreichen Wiedereinstieg zu ebnen. Ein zentrales Element dafür ist die Kommunikation zwischen (werdenden) Eltern und Führungskräften, die durch Leitfäden für die verschiedenen Stadien unterstützt werden soll. Diese Leitfäden werden vorgestellt und diskutiert sowie durch weitere Hinweise ergänzt. Inhaltlich geht es um notwendige und mögliche Anpassungsprozesse bei Mutterschutz und Elternzeit sowie Fristen und Informationspflichten, aber auch um Informationen zu den neugestalteten Regelungen zum Elterngeld. Die Verlängerungsmöglichkeiten befristeter Arbeitsverträge werden ebenso thematisiert.
Zu den Kursschwerpunkten gehören u. a.:
- Rechtliche Regelungen zu Mutterschutz und Elternzeit
- Neuregelung zum Elterngeld
- Gestaltung des Wiedereinstiegs
- Kommunikation zwischen Beschäftigten und Führungskräften vor, nach und während der familienbedingten Auszeiten
- Familienbedingte Verlängerungsmöglichkeiten befristeter Arbeitsverträge
Lehr- und Lernformen: Inputreferat, Diskussion, Praxisbeispiele Selbstlernaktivität
Zielgruppe: Beschäftigte
Teilnehmendenzahl: maximal 12 Teilnehmer*innen
Anmeldeschluss: 14 Tage vor Seminarbeginn
Workshop: Konflikte konstruktiv im Gespräch lösen
11. März 2025, 9-13 Uhr, Präsenz
Workshop mit Anke Märker
Knifflige Themen gibt es im Arbeitsalltag immer wieder zu erörtern. Oft gehen wir mit Meinungsverschiedenheit souverän um. Im Konfliktfall ist es jedoch mitunter schwer, in der angespannten Atmosphäre konstruktiv eine Lösung für das Sachthema gemeinsam mit dem*r Konfliktpartner*in zu erarbeiten. Das Seminar vermittelt Ihnen Wissen und Fertigkeiten, um Konflikte mit Ihrer*m Konfliktpartner*in konstruktiv zu bearbeiten und einen Konflikt von z. B. Mobbing abzugrenzen. Sie lernen Gesprächstechniken kennen, die Ihnen trotz aufgeheizter Stimmung und vielen Emotionen im Raum eine Deeskalation der Situation sowie eine möglichst frühzeitige Lösung des Konflikts ermöglichen.
Zu den Kursschwerpunkten gehören u. a.:
– Konflikte und deren Eskalation
– Abgrenzung Konflikt – Mobbing
– Kommunikationsmodelle und deren Anwendung im Konfliktfall
Anmeldeschluss: 14 Tage vor Workshopbeginn