Newsarchiv: Veranstaltungsnews
Jahr 2026
Vortrag: Partizipation von Frauen in rechtskonservativen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Polen
29. Januar 2026, 18:15 - 19:45 Uhr, Seminarraum 12 (Steintorcampus)
Vortrag mit Rebekka Pflug im Rahmen des Interdisziplinären Kolloquiums Osteuropäische Geschichte/Polenstudien
Rebekka Pflug (Universität Wien) studierte von 2012 bis 2016 Politikwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i.B. und von 2016 bis 2020 mit Aufenthalten in Polen und Georgien Osteuropastudien mit Schwerpunkt Rechtswissenschaften im Master am Osteuropa-Institut (OEI) der Freien Universität Berlin. Thema ihrer Masterarbeit war eine rechtshistorische Abhandlung mit einer Analyse der Einflussfaktoren auf die Gesetzgebungsprozesse zum Recht auf Schwangerschaftsabbruch in Polen und Deutschland seit 1989. Anschließend war sie von 2020 bis 2022 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Eva Kocher an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) angestellt und dort Teil der interdisziplinären Forschungsgruppe "Modelle der Live-In-Pflege", die sich mit häuslicher Pflege durch sogenannte Live-Ins aus Ostmitteleuropa in Deutschland beschäftigte. Rebekka Pflugs Forschungsschwerpunkte liegen in der sozialen Bewegungsforschung (Frauenbewegung, Anti-Gender-Bewegung, Rechte Bewegungen), Wohlfahrtsstaaten (Gender-Regime, Care-Regime), und in der feministischen Theorie in und zu Mittel- und Osteuropa (MOE)
Workshop: Liberation Technology? The Impact of the Sewing Machine on Women
29. Januar 2026, 18-19.30 Uhr, Wirtschaftswissenschaftlicher Bereich (Raum 122)
Seminar mit Philip Ager im Rahmen des Forschungsseminars "Economic History, Growth & Development"
This paper examines the impact of the sewing machine on women`s lives in 19th-century Massachusetts, considering it as both a manufacturing and a household appliance. Leveraging variation in town-level exposure to sewing machines in factories and the presence of household appliance retailers in a difference-in-differences setting, we show that the adoption of sewing machines - both in workplaces and homes - increased female labor force participation. Fertility and marriage rates declined in response to within-factory adoption of sewing machines, but not to household adoption. The individual-level analysis reveals considerable heterogeneity. Poorer women increased their labor supply, reduced marriage rates, and had lower fertility. Wealthier women were more likely to marry and experience increased fertility following household adoption of sewing machines. Moreover, the presence of sewing machine retailers is associated with the rise of upper-class women`s associationism. These findings underscore the heterogeneous effects of technological change on women`s socioeconomic roles across the wealth distribution.
Vorlesung: Lehren aus der NS-Zeit für eine juristische Berufsethik
28. Januar 2026, 18-20 Uhr, Hörsaal XV (Mel)
Vortrag von John Phillip Turn im Rahmen der Ringvorlesung des Lehrstuhls von Prof. Dr. Dirk Henschel
Im Rahmen der Ringvorlesung spricht Dr. John Philipp Thurn (Richter am Sozialgericht Berlin, Vorstandsmitglied im Forum Justizgeschichte e.V.) zum Thema "Lehren aus der NS-Zeit für eine juristische Berufsethik".
Die Ringvorlesung beschäftigt sich mit Handlungsspielräumen und Verantwortung von Jurist:innen im staatlichen Gefüge. Hierzu soll einerseits historisch die Rolle der Justiz im nationalsozialistischen Staat beleuchtet werden, andererseits werden aktuelle Fragen zu juristischer Verantwortung im heutigen Rechtsstaat thematisiert. Es sollen folglich die Rollen von Jurist:innen im Unrechtsstaat, aber auch aktuelle Herausforderungen für den Rechtsstaat, auch im Hinblick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im nächsten Jahr, diskutiert werden. Damit will Veranstaltung Gelegenheit zur Reflexion der Verantwortung des:r Einzelnen als künftige:r Jurist:in geben. Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Dirk Hanschel veranstaltet in diesem Wintersemester zum zweiten Mal eine Ringvorlesung zum Thema "Juristische Berufsethik – Lehren aus der NS-Zeit und gegenwärtige Herausforderungen". Der Lehrstuhl hatte – angeregt durch die Nachbesprechung eines Besuchs der Gedenkstätte Buchenwald – im Sommersemester 2024 erstmalig eine Ringvorlesung zum Thema juristische Berufsethik organisiert. Bereits dabei ging es ebenso wie in der Exkursion in die Gedenkstätte um berufsethische Fragen in der juristischen Praxis im historischen und aktuellen Kontext. Daran soll nun angeknüpft werden und neben historischer Verantwortung auch aktuelle rechtsstaatliche Herausforderungen in den Blick genommen werden.
Ringvorlesung: Post-Heteronormativität als Herausforderung der Gegenwart – vier Spannungsfelder in der Dynamisierung vielfältiger geschlechtlicher und sexueller Lebensweisen
28. Januar 2026, 18-20 Uhr, Melanchthonianum
Vorlesung mit Florian Cristóbal Klenk im Rahmen der Ringvorlesung: (Queer) Feministische Perspektiven in Zeiten herausgeforderter Demokratie
Kolloqium: Sportangebote für Studierende und Mitarbeitende der MLU als Handlungsfeld für Inklusion
28. Januar 2026, 14-16 Uhr, Hochschullernwerkstatt (Franckecampus)
Der Vortrag von Detlef Braunroth findet im Rahmen des Universitären Kolloqiums für Inklusion statt.
Hochschulsport bildet einen wichtigen Bestandteil des Ausgleichs und der Aktivität an vielen Hochschulen und Universitäten und ist gleichzeitig ein wirksames Mittel von sozialer Teilhabe. Wie sieht es mit der Teilhabe und Barrierfreiheit von Sportangeboten an der Uni Halle genau aus? Hierüber wird Herr Detlef Braunroth, Leiter des Universitätssportzentrums und damit des Hochschulsports an der MLU, an der letzten Veranstaltung des Inklusionskolloquiums in diesem Wintersemester berichten.
Filmvorführung: Stolpersteine - Filme gegen das Vergessen
26. Januar 2026, 17:30 - 20 Uhr, Puschkino
Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust 2026 werden am 26. und am 27. Januar im Puschkino Halle fünf Kurzfilme aus der Filmreihe "Stolpersteine - Filme gegen das Vergessen" gezeigt. Die Kurzfilme feiern im Rahmen der Vorführungen ihre Premiere. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Stadtmuseum Halle, dem Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaft der Universität Halle sowie dem Puschkino Halle statt.
Unter dem Motto "Ungesehen!" richten wir den Blick in der aktuellen Produktionsreihe auf Geschichten, die bisher im Schatten der Erinnerungskultur stehen. Die Filme erzählen von Frauen, die im KZ Buchenwald zur Prostitution gezwungen wurden, und von Kurt Koch aus Halle, dessen Stimme als homosexueller Mann bisher ungehört ist. Die Produktionen begleiten Michal Saar Bleiweiß auf ihrer Reise von Israel nach Halle, wo ein Stolperstein für ihren Vater Manfred Katz verlegt wird, und fragen mit Tanya Yael Raab, wie antisemitische Körpernormen bis heute Schönheitsideale und Selbstoptimierung prägen. Ein weiterer Film dokumentiert die Angriffe auf die Stolpersteine in Zeitz und zeigt die Zivilcourage einer Stadt, die sich wehrt.
Filmabend: Kein Land für Niemand
26. Januar 2025, 18 Uhr, Lernwerkstatt (Franckecampus)
Filmabend und Gespräch mit Maik Lüdemann (Regisseur/Produzent)
Europa zieht die Mauern hoch – mitten in einer humanitären Katastrophe. Der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ beleuchtet die drastischen Folgen der europäische Abschottungspolitik und die Rolle Deutschlands in diesem Paradigmenwechsel.
Während sich Deutschlands Asyl- und Migrationspolitik zunehmend von humanitären Grundsätzen entfernt, eskaliert die Lage an den Außengrenzen der EU. Die Dokumentation “Kein Land für Niemand” begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer, zeigt die katastrophalen Zustände in Lagern für Geflüchtete und gibt Menschen eine Stimme, die den lebensgefährlichen Weg nach Europa überlebt haben. Gleichzeitig blickt der Film auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland: Ein erstarkender Rechtspopulismus prägt den Diskurs, Flucht und Migration wird zunehmend kriminalisiert, und humanitäre Hilfe gerät unter Druck. Deutschland gibt hier immer wieder den Takt vor und Europa zieht nach.
Durch exklusive Interviews mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und politischen Entscheidungsträger*innen hinterfragt „Kein Land für Niemand“ die aktuellen Narrative über Flucht und Migration und beleuchtet die Mechanismen, mit denen Angst und Populismus die politische Agenda bestimmen. Wie konnte es so weit kommen? Und welche Alternativen gibt es zu einem Europa, das sich immer weiter abschottet?
Ein Film über eine Krise, die weit mehr ist als eine Debatte über Grenzen – sondern eine über Menschlichkeit, Verantwortung und die Zukunft Europas.
Unikino: Niemals selten manchmal immer
20. Januar 2026, 19 Uhr, Audimax
Filmvorführung in Kooperation mit halleforchoice
Wusstet ihr, dass Kinofilme zum Thema Abtreibung meistens floppen? Awareness schaffen ist oft also gar nicht so leicht. Halleforchoice arbeitet dafür, dass reproduktive Gesundheit nicht unter den Tisch gekehrt wird. Nach dem Film, könnt ihr mit ihnen ins Gespräch kommen.
Ringvorlesung: Wie umgehen mit Menschenfeindlichkeit in der Schule?
20. Januar 2026, 16 Uhr, Lernwerkstatt (Franckecampus)
Vortrag und Gespräch mit Stefan Breuer organisiert vom Evangelischen Studienwerk Villingst in Zusammenarbeit mit der GEW Sachsen-Anhalt.
Schule ist ein Teil unserer Gesellschaft und damit auch ein Ort an dem gegenwärtige gesellschaftliche Konflikte und antidemokratische Entwicklungen sichtbar werden. Der Umgang mit antidemokratischen Positionen und Einstellungen fordert Schulen dabei hinaus. Zusätzlich gerät (politische) Bildung durch antidemokratische Akteur:innen unter Druck. Ausgehend von einer kurzen Gegenwartsdiagnose bietet der Vortrag einen Einblick in die derzeitigen Herausforderungen an und skizziert basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen aus den Modellprojekten „Starke Lehrer*innen - Starke Schüler*innen“ Möglichkeiten, wie antidemokratischen Tendenzen in Schule begegnet werden kann.
Anschließend werden einige Fallbeispiele besprochen und diskutiert.
Workshop: Achtsamkeit und Emotionen
21. Januar 2026, 9:30-12:30 Uhr, Franckesche Stiftungen SR 125
Der Workshop ist ein Angebot des Wohlfühlcampus der Uni Halle
Dieser interaktive Workshop unterstützt Dich dabei, bewusster mit Stress und starken Gefühlen umzugehen und mehr Gelassenheit in Deinen Studialltag zu bringen. Dich erwarten praxisnahe Achtsamkeitsübungen sowie konkrete Strategien zur Stärkung von innerer Ruhe, Konzentration und emotionaler Stabilität.
Vorlesung: Bedrohte Demokratie - aktuelle Situation des Antisemitismus und Extremismus in Sachsen-Anhalt
21. Januar 2026, 18-20 Uhr, Melanchthonianum (Hörsaal XV)
Vortrag von Thomas Kluger im Rahmen der Vorlesungsreihe Juristische Berufsethik – Lehren aus der NS-Zeit und gegenwärtige Herausforderungen.
Im Rahmen der Ringvorlesung spricht Thomas Kluger, Richter am Landgericht Magdeburg, Antisemitismusbeauftragter der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg, zum Thema "Bedrohte Demokratie - aktuelle Situation des Antisemitismus und Extremismus in Sachsen-Anhalt". Die Ringvorlesung beschäftigt sich mit Handlungsspielräumen und Verantwortung von Jurist:innen im staatlichen Gefüge. Hierzu soll einerseits historisch die Rolle der Justiz im nationalsozialistischen Staat beleuchtet werden, andererseits werden aktuelle Fragen zu juristischer Verantwortung im heutigen Rechtsstaat thematisiert. Es sollen folglich die Rollen von Jurist:innen im Unrechtsstaat, aber auch aktuelle Herausforderungen für den Rechtsstaat, auch im Hinblick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im nächsten Jahr, diskutiert werden. Damit will Veranstaltung Gelegenheit zur Reflexion der Verantwortung des:r Einzelnen als künftige:r Jurist:in geben.
Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Dirk Hanschel veranstaltet in diesem Wintersemester zum zweiten Mal eine Ringvorlesung zum Thema "Juristische Berufsethik – Lehren aus der NS-Zeit und gegenwärtige Herausforderungen". Der Lehrstuhl hatte – angeregt durch die Nachbesprechung eines Besuchs der Gedenkstätte Buchenwald – im Sommersemester 2024 erstmalig eine Ringvorlesung zum Thema juristische Berufsethik organisiert. Bereits dabei ging es ebenso wie in der Exkursion in die Gedenkstätte um berufsethische Fragen in der juristischen Praxis im historischen und aktuellen Kontext. Daran soll nun angeknüpft werden und neben historischer Verantwortung auch aktuelle rechtsstaatliche Herausforderungen in den Blick genommen werden.
Vortrag: Spielerische Sexualpädagogik
19. Januar 2026, 17 Uhr, Lernwerkstatt (Franckecampus)
Eine Veranstaltung mit Linn und Silja




