Newsarchiv: Veranstaltungsnews
Jahr 2026
Ringvorlesung: Podiumsdiskussion
7. Juli 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Podiumsdiskussion mit Silke Satjukow, Dagmar Hofmann und Ingrid Würth im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Vorlesung: Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Hochschulen
6. Juli 2026, 18:15-20 Uhr, Franckesche Stiftung (Haus 31)
Vortrag von Dr. Christop Hacker und Dr. Jonas Ottersperr (Universität Flensburg) im Rahmen der Halleschen Abengespräche zu Schule und Bildung, organisiert von Marco Schott & Kilian Hüfner
Der Vortrag gibt zunächst Einblick in den Forschungsstand zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Hochschulen. Im Mittelpunkt stehen anschließend Perspektiven von Betroffenen: Herausgearbeitet wird, wie Hochschulangehörige, die auf dem Campus Rechtspopulismus und Rechtsextremismus erleben, an ihrer Hochschule institutionalisierte Sprachlosigkeit und organisierte Vereinzelung erfahren. Der Vortrag schließt mit Überlegungen, welche Umgangsweisen für diese Herausforderungen geeignet sind.
Lange Nacht der Wissenschaft: Wissen schafft Vielfalt: Das Gleichstellungsteam stellt die Genderwissenschaftliche Bibliothek vor
3. Juli 2026, 18 - 21 Uhr, Dozentenbibliothek Zivilrecht im Thomasianum
Veranstaltung des Gleichstellungsteams der juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, mit Anna Schmieder, im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
Recht hat Gestaltungsmacht in unserer Gesellschaft. Es kann Machtverhältnisse neugestalten oder erhalten. In diesem Sinne sind Gleichstellungs- und Gleichberechtigungsfragen in vielerlei Hinsicht Gegenstand der Rechtswissenschaften. Ein Blick in die Forschung anderer Disziplinen lohnt sich zur Beantwortung dieser drängenden Rechtsfragen besonders, da dort schon unzählige Erkenntnisse zur Geschlechterforschung erlangt wurden. Der Bestand der Genderwissenschaftlichen Bibliothek knüpft durch seinen Standort, in der Dozentenbibliothek Zivilrecht, und seine Interdisziplinarität genau dort an. Die Bibliothek versammelt Bücher, die Fragen stellen, Perspektiven öffnen und zeigen, dass Recht mehr Facetten als Schwarz und Weiß bietet. Entdecken Sie bei einem Besuch bei uns, was diese Bibliothek besonders macht – und warum es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Im Laufe des Abends wird es kurzweilige Beiträge rund um die Bibliothek geben. Wir freuen uns auf Sie, das Gleichstellungsteam der juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
Lange Nacht der Wissenschaft: Zwischen Partizipation und Akzeptanz - Was Beteiligung bedeutet und wie sie gelingen kann
3. Juli 2026, 19-20 Uhr, Hörsaal XX (Melanchthonianum)
Vortrag des Instituts für Ethnologie und Philosophie der Uni Halle mit Dr. Edda Willamowski, im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
In diesem emotionsanthropologischen Beitrag werden in Anlehnung an das Zitat von Max Frisch die Bedingungen der gegenwärtigen Fachkräftezuwanderung in den Pflegebereich beleuchtet. Die Pflegekrise sowie die anhaltende Überalterung der Gesellschaft sind zwei Phänomene, die die medizinische und pflegerische Versorgung in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich prägen werden. Eine prominente Reaktion auf diese Krisen sind die internationalen Rekrutierungsversuche der Bundesregierung aber auch privater Arbeitgeber:innen. Junge Personen sollen so für eine Karriere im deutschen Gesundheitswesen begeistert werden. So auch aus Vietnam. Nur was genau bedeutet es, als Fachkraft in Ausbildung in ein von Fachkräftemangel gezeichnetes Land zu migrieren? Was bedeutet es für die Pflege und das gesellschaftliche Verständnis von Versorgt-werden, wenn keine personellen, strukturellen oder finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen, um die angeworbenen Pflegekräfte in Betrieb und Berufsschule sprach- und kultursensibel auf den Beruf einzustimmen? Und was bedeutet es für eine unter Fachkräftemangel leidende Administration, diese Pflegekrise mit den gegenwärtigen bürokratischen Mitteln zu verwalten?
Lange Nacht der Wissenschaft: Von Geschenken und Trophäen – Im Gespräch mit Gaea Schoeters über koloniales Erbe und unsere Verantwortung – Lange Nacht der Wissenschaft
3. Juli 2026, 19-21 Uhr, Aula (Löwengebäude)
Diskussion und Lesung mit Gaea Schoeters im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
In ihren Romanen „Das Geschenk“ und „Trophäe“ seziert Gaea Schoeters Facetten westlicher Privilegien und rassistischer Denkmuster. Diskutieren Sie auf der Langen Nacht der Wissenschaft mit der international renommierte Autorin und Wissenschaftler*innen über koloniale Erbschaften, globale Verantwortung und die Frage, wie tief alte Machtstrukturen noch heute in unserer Gesellschaft verwurzelt sind.
Lange Nacht der Wissenschaft: Begrenzung und Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit in Polen 2015-2025. Kompass für Deutschland?
3. Juli 2026, 19-21 Uhr, Hörsaal XXI (Mel)
Abendveranstaltung des Instituts für Geschichte im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
In Sachsen-Anhalt erreichen die Hochschulen über die Landesregierung vermehrt „Kleine Anfragen“, die Auskunft über bestimmte Lehrthemen und Forschungsansätze verlangen. Mit ihnen wächst die Sorge, dass die Bildungs- und Wissenschaftsfreiheit in Gefahr ist. Gleichzeitig gibt es wenig konkrete Vorstellungen, wie man politischen Interventionen in die Wissenschaft begegnen könnte. Aus diesem Grund richten wir den Blick nach Polen, wo zwischen 2015 und 2025 unter der national-konservativen Regierung der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) die Freiheit der Wissenschaft immer wieder verletzt und gleichzeitig von unterschiedlichen Akteur:innen vehement verteidigt wurde. Über diese Erfahrungen wollen wir mit Wissenschaftler:innen aus Polen sprechen und diskutieren, ob daraus eine Strategie für deutsche Schulen und Hochschulen abzuleiten ist.
Lange Nacht der Wissenschaft: Der Blick über den Tellerrand: (Was) können wir von anderen Bildungssystemen lernen?
3. Juli 2026, 19-21:30 Uhr, Großer Hörsaal (Große Steinstraße)
Veranstaltung des Instituts für Pädagogik der Uni Halle im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
Zur Diskussion gestellt werden Ergebnisse eines Seminars zum internationalen Vergleich von Schule und Unterricht. In anschaulichen Kurzpräsentationen werden besonders spannende Länder mit ihren Bildungssystemen vorgestellt, z.B. Australien und Kenia – Mexiko und Dänemark – Singapur und Kanada.Zeiten: 19.00-19.30 Australien und Kenia 20.00-20.20 Mexiko und Dänemark 21.00-21.30 Singapur und Kanada.
Lange Nacht der Wissenschaft: Wir rufen Pflegekräfte... und dann? Emotionsanthropologische Überlegungen
3. Juli 2026, 19:15-19:45 Uhr, Großer Hörsaal (Große Steinstraße)
Veranstaltung des Wirtschaftswissenschaftlichen Bereichs der Uni Halle im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
Wie hängen Akzeptanz und Bürgerbeteiligung - beziehungsweise Partizipation - miteinander zusammen und welche Bedeutung hat gemeinsames Planen für den Alltag der Zukunft? Dabei werden allgemeine Ansätze der Partizipation als Planungsinstrument sowie empirische Ergebnisse aus dem Spannungsfeld der deutschen Lithiumwertschöpfung näher betrachtet. Es werden Möglichkeitsräume der Parizipation, Grenzen der Teilhabe und die Frage betrachtet, ob Beteiligung zu mehr Akzeptanz führen kann.
Lange Nacht der Wissenschaft: Informationen rund um den Sozialdienst
3. Juli 2026, 17:30-21:30 Uhr, Haus 5/6, Seminarräume
Veranstaltung der Universitätsmedizin Halle im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
Einblicke in den Sozialdienst: Erfahren Sie, welche Aufgaben wir übernehmen, wie Abläufe während Ihres Klinikaufenthalts aussehen und welche Themen wir gemeinsam mit Ihnen angehen.
Lange Nacht der Wissenschaft: Seltene Erkrankungen – wir sind viele, wir sind bunt!
3. Juli 2026, 17:30-21:30 Uhr, Haus 5, Ebene 01 (Uniklinikum Halle)
Veranstaltung der Universitätsmedizin Halle im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
Seltene Erkrankungen sind selten – aber viele Menschen sind betroffen: über 8.000 Krankheiten, rund 4 Mio. Betroffene in Deutschland. Informieren Sie sich bei uns – mit Materialien, Ausmalbildern und einem Memory für Groß und Klein.
Lange Nacht der Wissenschaft: Stimmen für den Frieden: Lesung und Gespräch
3. Juli 2026, 18-19 Uhr, Seminarraum 1 (Steintor-Campus)
Veranstaltung des Instituts für Slavistik im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
Die Slavistik lädt zu einer interaktiven Lesung zum Thema Friedenssehnsucht und Friedensentwürfe ein. Inmitten geopolitischer Eskalationen und Menschenrechtsverletzungen ringen seit jeher nicht nur Diplomaten um Strategien der Konfliktlösung, sondern auch literarische Texte um Friedensethik, Empathie und Kommunikation. Es wird aus Werken von Literaturschaffenden wie Miroslav Krleža, Dubravka Ugrešić, Lew Tolstoi, Ludmila Ulitzkaja, Ilya Kaminsky oder Olga Tokarczuk gelesen. Im interaktiven Teil wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie Konflikte mittels Empathie und (gewaltfreier) Kommunikation gelöst werden können und ein friedlicheres Miteinander gelingen kann.
Lange Nacht der Wissenschaft: Was ist normal? - Körperbilder in (schulischen) Medien
3. Juli 2026, 17-24 Uhr, Seminarraum Biscutella (Institut für Geobotanik)
Abendveranstaltung des Instituts für Geobotanik, mit Johanna Geyer im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft
Was ist eigentlich ein „normaler“ Körper? Im Biologieunterricht können bestimmte Bilder durch (schulische) Medien vermittelt werden. Entdecken Sie verschiedene Darstellungen und werden Sie selbst aktiv: mitdenken, einordnen und gemeinsam diskutieren!




