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Newsarchiv: Veranstaltungsnews

Jahr 2026

Buchvorstellung: Vom Hass zum Genozid. Das dritte Reich und die Juden (Léon Poliakov)

12. Februar 2026, 19 Uhr, Hallischer Saal
Buchvorstellung mit Alexander Carstiuc

Léon  Poliakov (1910 St. Petersburg – 1997 Orsay) war ein bedeutender französischer Historiker, der vor allem zu den Themen Rassismus, Antisemitismus, jüdische Geschichte und Geschichte des Holocausts geforscht hat. Schon 1951 legte er zusammen mit François Mauriac eine umfangreiche Studie – es war die erste in Europa überhaupt erschienene – über den Judenhass und die Vernichtungspolitik der Nazis, sowie deren historische und geistesgeschichtliche Wurzeln vor (dt. Titel: »Saat des  Hasses«).
Hannah Arendt schrieb darüber: »Wer wissen will, ›was wirklich geschah‹ und ›wie es wirklich geschah‹, … kann es sich nicht leisten, diese Studie zu übersehen, und tut vielleicht am besten daran, mit ihr zu beginnen.« Doch während Poliakovs »Geschichte des Antisemitismus« in acht Bänden seit den 1970er Jahren ins Deutsche übersetzt wurde, dauerte es 70 Jahre, bis nun endlich auch sein »epochales Buch über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden … ein Meisterwerk der Geschichtsschreibung« (René Schlott, FAZ) unter dem Titel »Vom Hass zum Genozid. Das Dritte Reich und die Juden« auf Deutsch erschienen ist (aus dem Französischen übersetzt von Ahlrich Meyer, Edition Tiamat 2021).
Von Bedeutung ist Poliakov, weil er erstens früh eine 7-bändige Gesamtgeschichte des Antisemitismus vorgelegt hat. Zweitens hat er ebensfalls sehr früh auf den Zusammenhang linker Begeisterung für die PalästinenserInnen und linkem Antisemitismus hingewiesen hat und diesen in einer Schärfe verurteilt hat, die unter WissenschaftlerInnen ihresgleichen sucht. (Léon Poliakov: Vom Antizionismus zum Antisemitismus). Alexander Carstiuc,  Historiker (M.A.) und Diplom-Sozialpädagoge (FH), arbeitet zu den Themenbereichen frühe Shoahforschung, Antisemitismus, Antiziganismus und Nationalsozialismus. Mitübersetzer der Memoiren Léon Poliakovs, Mitübersetzer und Mitherausgeber von Léon Poliakov: Von Moskau nach Beirut. Essay über die Desinformation Freiburg im Breisgau 2022.

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Auftakt- und Vernetzungstreffen: Inklusion

6. Februar 2026, 16 Uhr, SSR (am Steintor-Campus)
Ein Treffen des Studierendenrats der Uni Halle

Wir gründen einen neuen Arbeitskreis Inklusion!
Inklusion betrifft uns alle – und doch ist sie an der Universität oft noch keine Selbstverständlichkeit. Deshalb gründen wir im Studierendenrat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen Arbeitskreis Inklusion und möchten diesen gemeinsam mit euch starten. Dazu laden wir euch herzlich zu unserem Auftakt- und Vernetzungstreffen ein. Das Treffen soll Raum für Austausch, unterschiedliche Perspektiven und gegenseitige Unterstützung bieten. Gemeinsam wollen wir darüber sprechen, wie Inklusion an der Uni gelebt wird, wo Barrieren bestehen und wie wir Veränderungen anstoßen können.
Geplante Schwerpunkte:
– Inklusion an der Universität aus verschiedenen Perspektiven
– Machtmissbrauch im Hochschulkontext
– Offener Austausch, Vernetzung und Ideen für zukünftige Arbeit
Alle Studierenden und Interessierten sind herzlich eingeladen – egal, ob ihr bereits Erfahrung im Bereich Inklusion habt oder euch einfach dafür interessiert. Kommt vorbei, hört zu, bringt euch ein und vernetzt euch mit anderen!


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Lunchsymposium: Mit Pflegeforschung einen respektvollen Umgang mit Menschen mit Demenz fördern

6. Februar 2026, 12-13 Uhr, Medizin-Campus Steintor, Seminarraum 1 Veranstaltung mit Prof. Dr. Gabriele Meyer und Tandempartnerin Dr. Anja Bieber

Anlässlich des 310. Geburtstags von Dorothea Erxleben, der ersten Ärztin Deutschlands, startet die Medizinische Fakultät die Veranstaltungsreihe „Vorbilder – Frauen machen Wissenschaft”. An fünf Terminen bieten jeweils eine Wissenschaftlerin gemeinsam mit einer Partnerin oder einem Partner aus der eigenen Einrichtung Einblicke in ihre Forschung. Abseits der fachlichen Themen wollten wir von den Referentinnen erfahren, was ihren Werdegang geprägt hat und welche Ratschläge sie jungen Wissenschaftlerinnen mitgeben möchten.

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Austellungseröffnung: "Pioneering Women"

5. Februar 2026, 17-18 Uhr, Aula (Löwengebäude)
Die Ausstellung würdigt Frauen in den Naturwissenschaften, deren Leistungen zu Lebzeiten oft nicht anerkannt wurden. Gezeigt werden neun großformatige Fotos von Wissenschaftlerinnen, die von der Künstlerin Gesine Born mithilfe eines KI-basierten Bildgenerators erstellt wurden.

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Ringvorlesung: Bedrohung von Rechtsaußen. Die Erziehungswissenschaft in der Verantwortung

5. Februar 2026, 18-20 Uhr, Melanchthonianum
Vorlesung mit Carlotta Voß und Hendrik Richterim Rahmen der Ringvorlesung: (Queer)Feministische Perspektiven in Zeiten herausgeforderter Demokratie

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Podiumsdiskussion: Wehrhafte Demokratie? Schwachstellen in der Justiz und Schutz der Rechtsstaatlichkeit

4. Februar 2026, 18-20 Uhr, Löwengebäude (Aula)
Gesprächsrunde mit Anna-Mira Brandau, MJur, Dr. Ulrich Karpenstein, Ursula Mertens und Staatsminister Rainer Robra im Rahmen der Vorlesungsreihe Juristische Berufsethik – Lehren aus der NS-Zeit und gegenwärtige Herausforderungen.

Im Rahmen der Ringvorlesung diskutieren zum Thema "Wehrhafte Demokratie? Schwachstellen in der Justiz und Schutz der Rechtsstaatlichkeit":

  • Anna-Mira Brandau, MJur (Oxford), wissenschaftliche Mitarbeiterin im Justizprojekt des Verfassungsblogs
  • Dr. Ulrich Karpenstein, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Redeker Sellner Dahs und Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins
  • Ursula Mertens, Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Naumburg
  • Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Vorsitzender der Stiftung Rechtsstaat Sachsen-Anhalt e. V.

Die Ringvorlesung beschäftigt sich mit Handlungsspielräumen und Verantwortung von Jurist:innen im staatlichen Gefüge. Hierzu soll einerseits historisch die Rolle der Justiz im nationalsozialistischen Staat beleuchtet werden, andererseits werden aktuelle Fragen zu juristischer Verantwortung im heutigen Rechtsstaat thematisiert. Es sollen folglich die Rollen von Jurist:innen im Unrechtsstaat, aber auch aktuelle Herausforderungen für den Rechtsstaat, auch im Hinblick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im nächsten Jahr, diskutiert werden. Damit will Veranstaltung Gelegenheit zur Reflexion der Verantwortung des:r Einzelnen als künftige:r Jurist:in geben.

Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Dirk Hanschel veranstaltet in diesem Wintersemester zum zweiten Mal eine Ringvorlesung zum Thema "Juristische Berufsethik – Lehren aus der NS-Zeit und gegenwärtige Herausforderungen". Der Lehrstuhl hatte – angeregt durch die Nachbesprechung eines Besuchs der Gedenkstätte Buchenwald – im Sommersemester 2024 erstmalig eine Ringvorlesung zum Thema juristische Berufsethik organisiert. Bereits dabei ging es ebenso wie in der Exkursion in die Gedenkstätte um berufsethische Fragen in der juristischen Praxis im historischen und aktuellen Kontext. Daran soll nun angeknüpft werden und neben historischer Verantwortung auch aktuelle rechtsstaatliche Herausforderungen in den Blick genommen werden.

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Offenes Treffen: Arbeiterkindgruppe

03. Februar 2026, 18 Uhr, Lernwerkstatt (Franckecampus)
Offenes Treffen organisiert von Arbeiterkind.de

In Deutschland entscheidet noch immer die soziale Herkunft über den Bildungsweg: von 100 Kindern aus Akademiker:innenfamilien beginnen statistisch gesehen 79 ein Hochschulstudium. Aus Familien ohne akademische Tradition nehmen laut einer Studie des Wissenschaftsverbands der Deutschen Wirtschaft nur 27 von 100 Kindern ein Studium auf.

Die Engagierten bei ArbeiterKind.de setzen sich dafür ein, dass jedes Kind aus einer nichtakademischen Familie mit geeigneter Qualifikation die Chance auf einen Bildungsaufstieg hat.

Deshalb ermutigen sie Schüler:innen, die ein Studium aufnehmen wollen und unterstützen sie auf dem Weg zum Studienabschluss und erfolgreichen Berufseinstieg.

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Lesung: Adikou (Raphaëlle Red)

03. Februar 2026, 19 Uhr, Literaturhaus Halle
Lesung und Gespräch mit der franko-togolesischen Autorin Raphaëlle Red, Organisatoren sind die Deutsch-Französische Gesellschaft Halle und das Institut für Romanistik der Universität Halle mit der Unterstützung des Institut Français Sachsen-Anhalt.

Im Zentrum des Abends steht Raphaëlle Reds international vielbeachteter und mit dem Prix Première ausgezeichnete Erstlingsroman Adikou, der 2024 bei dem großen Pariser Verlagshaus Grasset erschienen und sehr schnell ins Deutsche übersetzt worden ist. Er erzählt in Form eines Road Movie die umherschweifende Ich-Suche der jungen Adikou, hinter der sich unverkennbar und doch romanesk die Autorin verbirgt, in Afrika und auch Amerika.

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Workshop: Studieren mit Stipendien

3. Februar 2026, 16 Uhr, online
Seminar führt die Sozialberatung in Zusammenarbeit mit arbeiterkind.de durch.

Studieren ohne Finanzstress?
Im Workshop mit Arbeiterkind.de erfährst du, wie du dir dein Studium über Stipendien sichern kannst – von Überblick bis Bewerbung. Mit dabei: Zwei Stipendiaten, die ihre Erfahrungen und Tipps teilen. Alle Infos und Anmeldung: studentenwerk-halle.de

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Ringvorlesung: Trans*feindliche Artikulationen in Erziehungswissenschaft und Pädagogik

3. Februar 2026, 18-20 Uhr, Melanchthonianum
Vorlesung mit Klemens Ketelhut und Elija Horn im Rahmen der Ringvorlesung: (Queer)Feministische Perspektiven in Zeiten herausgeforderter Demokratie

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Vortrag: Partizipation von Frauen in rechtskonservativen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Polen

29. Januar 2026, 18:15 - 19:45 Uhr, Seminarraum 12 (Steintorcampus)
Vortrag mit Rebekka Pflug im Rahmen des Interdisziplinären Kolloquiums Osteuropäische Geschichte/Polenstudien

Rebekka Pflug (Universität Wien) studierte von 2012 bis 2016 Politikwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i.B. und von 2016 bis 2020 mit Aufenthalten in Polen und Georgien Osteuropastudien mit Schwerpunkt Rechtswissenschaften im Master am Osteuropa-Institut (OEI) der Freien Universität Berlin. Thema ihrer Masterarbeit war eine rechtshistorische Abhandlung mit einer Analyse der Einflussfaktoren auf die Gesetzgebungsprozesse zum Recht auf Schwangerschaftsabbruch in Polen und Deutschland seit 1989. Anschließend war sie von 2020 bis 2022 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Eva Kocher an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) angestellt und dort Teil der interdisziplinären Forschungsgruppe "Modelle der Live-In-Pflege", die sich mit häuslicher Pflege durch sogenannte Live-Ins aus Ostmitteleuropa in Deutschland beschäftigte. Rebekka Pflugs Forschungsschwerpunkte liegen in der sozialen Bewegungsforschung (Frauenbewegung, Anti-Gender-Bewegung, Rechte  Bewegungen), Wohlfahrtsstaaten (Gender-Regime, Care-Regime), und in der feministischen Theorie in und zu Mittel- und Osteuropa (MOE)

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Workshop: Liberation Technology? The Impact of the Sewing Machine on Women

29. Januar 2026, 18-19.30 Uhr, Wirtschaftswissenschaftlicher Bereich (Raum 122)
Seminar mit Philip Ager im Rahmen des Forschungsseminars "Economic History, Growth & Development"

This paper examines the impact of the sewing machine on women`s lives in 19th-century Massachusetts, considering it as both a manufacturing and a household appliance. Leveraging variation in town-level exposure to sewing machines in factories and the presence of household appliance retailers in a difference-in-differences setting, we show that the adoption of sewing machines - both in workplaces and homes - increased female labor force participation. Fertility and marriage rates declined in response to within-factory adoption of sewing machines, but not to household adoption. The individual-level analysis reveals considerable heterogeneity. Poorer women increased their labor supply, reduced marriage rates, and had lower fertility. Wealthier women were more likely to marry and experience increased fertility following household adoption of sewing machines. Moreover, the presence of sewing machine retailers is associated with the rise of upper-class women`s associationism. These findings underscore the heterogeneous effects of technological change on women`s socioeconomic roles across the wealth distribution.

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