Newsarchiv: Veranstaltungsnews
Jahr 2026
Workshop: Kunst und Inklusion: Unterrichtsgestaltung für alle (Creative inclusion: Disability-sensitive pedagogy for all)
19. Mai 2026, 16-19 Uhr, IBZ (Georg-Forster-Haus, Erdgeschoss)
Workshop mit Dr. Sabina Pawlik organisiert vom ZLB der Uni Halle im Rahmen des Studienbegleitprogramms LEHRKRAFT.
Dr. Sabina Pawlik von der Schlesischen Universität Kattowitz (Polen) lädt in ihren Workshop alle Lehramtsstudierenden ein, die Inklusion kreativ und praxisorientiert über Fachgrenzen hinweg entdecken wollen. Gemeinsam mit euch schaut sie sich an, wie die Wahl der Unterrichtsmaterialien und ‐strategien Inklusion verhindert oder verbessert. Entwerft mit ihrer Unterstützung erste Szenarien, die erfolgreiches Lernen für möglichst alle Kinder und Jugendliche ermöglichen. Dieser englischsprachige Workshop lädt Lehramtsstudierende in zweimal 135 Minuten dazu ein, zu diskutieren, auszuprobieren und zu verstehen, wie inklusive Pädagogik den Unterricht interessanter und zugänglicher für alle machen kann.
Vortrag: Feministische Perspektiven auf das Arbeitsrecht
19. Mai 2026, 18 Uhr, Hallischer Saal
Vortrag mit Dr. Eva Kocher im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gender im Recht - Wo stehen wir heute?"
In der heutigen Arbeitswelt wirken teilweise unsichtbare Strukturen, die Personen aufgrund ihres Geschlechts benachteiligen.
Nicht nur der Gender Pay Gap, auch unterbrochene Erwerbsbiografien, die Verteilung der privaten Sorgearbeit, sowie die Care-Krise sind Ausdruck dieser Strukturen. Rechtliche Lösungsansätze sind sowohl im Individualarbeitsrecht als auch im kollektiven Arbeitsrecht entwickelt worden.
Die Herausforderungen und Spannungsfelder zeigt Prof. Dr. Eva Kocher in ihrem Buch „Das Andere des Arbeitsrechts - Perspektiven feministischen Rechtsdenkens“ an konkreten Beispielen eindrücklich auf. Diese wird sie in ihrem Vortrag zur Diskussion stellen.
Ringvorlesung: Eine Frau verfasst eine Klosterregel? Klara von Assisi und ihre Vorstellungen von einem religiösen Leben
19. Mai 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag mit Christiane Kleinjung (Potsdam) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Vortrag: Allyship auf Augenhöhe – Jüdische Perspektiven auf Solidarität in Zeiten des Antisemitismus
19. Mai 2026, 18 Uhr, Hörsaal XVI (Mel)
Vortrag und Gespräch Igor Matviyets organisiert vom AK gegen Antisemitismus
Der Vortrag beleuchtet aus jüdischer Perspektive den Umgang mit wachsendem Antisemitismus und die zunehmende Unsicherheit gegenüber bisherigen Verbündeten – etwa in linken, queeren, feministischen sowie kulturellen und wissenschaftlichen Kontexten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie solidarisches Handeln heute gelingen kann: Was bedeutet Allyship auf Augenhöhe, welche Erwartungen sind damit verbunden – und warum wird Unterstützung oft als brüchig erlebt? Der Vortrag lädt zur Reflexion über Verantwortung, Bündnisse und den Umgang mit Antisemitismus ein und versteht sich als zivilgesellschaftlicher Beitrag ohne parteipolitische Positionierung.
Workshop: Ungleichheit verstehen, Bildungswege eröffnen
18. Mai 2026, 16-19 Uhr, ZLB (Raum 222)
Workshop mit Dr. Helen Lowe organisiert vom ZLB der Uni Halle im Rahmen des Studienbegleitprogramms LEHRKRAFT.
Im englischsprachigen Workshop von Dr. Helen Lowe von der Universität Limerick (Irland) gibt es die Möglichkeit, kritisch den Zusammenhang von sozialer Klasse, Armut und Bildungszugang zu analysieren (Schlagworte: soziales und kulturelles Kapital). Deutschland und Irland sind dabei die Beispiele. Die jeweiligen Schulsysteme, Förderstrategien und pädagogischen Ansätze beider Länder werden verglichen. Lehramtsstudierende aller Fächer sind eingeladen, gemeinsam politische Maßnahmen gegen Bildungsungerechtigkeit zu evaluieren, institutionelle Hürden und die Rolle von Schulen bei der Reproduktion oder Überwindung von Ungleichheit zu diskutieren. Als Ergebnis der zweimal 135 Minuten kann eine kleine Unterrichtssequenz stehen, die kritische Pädagogik und equity‐orientierte Methoden einbezieht – mit Fokus auf struktureller Benachteiligung und inklusiver Praxis.
Vortrag: Out in church. Queer und katholisch
13. Mai 2026, 18:45 uhr, Puschkinstraße 27
Veranstaltung von der ESG Halle mit Thomas Damman (Pastoralreferent Halle)
Vortrag: Die unpolitische Lehrkraft? Vom Mythos Neutralitätsgebot & der Werhaften Demokratie in der Schule
13. Mai 2026, 14-16 Uhr, Hörsaal B (Mel)
Vortrag mit Prof. Andreas Petrik unterstützt von der GEW und organisiert vom ZLB der Uni Halle im Rahmen des Studienbegleitprogramms LEHRKRAFT.
Lehrer*innen haben viele Rollen: Sie sind Fachexpert*innen, Sozialarbeiter*innen, Moderator*innen, Motivator*innen - und zugleich Vertreter*innen einer demokratischen Gesellschaft. Viele Lehrkräfte zögern allerdings, sich bei politischen Inhalten zu positionieren oder im Unterricht kritisch über den wachsenden Rechtsextremismus zu sprechen, wie er vor allem von der AfD repräsentiert wird. Auch gibt es immer wieder (zu Unrecht) Abmahnungen von Schulbehörden, wenn diese Partei kritisch behandelt wird. Der Vortrag zeigt - am Beispiel von Gerichtsurteilen - was das Neutralitätsgebot für Lehrkräfte tatsächlich bedeutet: Die staatsbürgerliche Pflicht, Pluralismus und Minderheitenschutz zu bewahren, die beide durch Rechtsextremismus bedroht werden. Zugleich wird geklärt, was demokratische von antidemokratischen Werten deutlich unterscheidet, wie man damit im Unterricht arbeiten kann und wo und wie sich Lehrer*innen im Unterricht positionieren können oder sogar müssen.
Wanderaustellung: Geschlechtersensibler Medizin an der Universitätzmedizin Halle
12. Mai - 28. Mai 2026, Foyer Lehrgebäude (Haus 6)Austellung in der Universitätsmedizin Halle
Was ist geschlechtersensible Medizin genau? Und welche Unterschiede gibt es eigentlich bei Krankheiten und Nebenwirkungen zwischen Frauen und Männern? Zu diesen und anderen medizinischen „Geschlechterfragen” informiert eine Wanderausstellung auf leicht verständliche Weise. Vom 12. bis 28. Mai ist die Schau im Lehrgebäude der Universitätsmedizin Halle für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Eintritt ist kostenfrei.
Die Ausstellung besteht aus zwölf anschaulichen Postern, die prägnante medizinische Unterschiede zwischen den biologischen Geschlechtern aufzeigen. Dazu zählen abweichende Wirkungen von Medikamenten und unterschiedliche Nebenwirkungen. Auch bei Krankheiten wie Osteoporose, Herzinfarkt und Gefäßerkrankungen gibt es spezifische Besonderheiten. Weitere Unterschiede betreffen Infektionen, Depressionen und die neuroimmunologische Erkrankung ME/CFS. Zudem werden angrenzende Themen aufgegriffen, etwa in den Bereichen Forschung und Lehre, bei der Besetzung medizinischer Führungspositionen sowie in Bezug auf die unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels.
„Geschlechtersensible Medizin kann die Behandlungsergebnisse sowohl von Frauen als auch von Männern verbessern, wenn sie im klinischen Alltag konsequent angewendet wird“, erklärt Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. „Der häufig synonym verwendete Begriff Gendermedizin oder gendersensible Medizin bezieht darüber hinaus auch soziale Aspekte wie Lebensstil und Rollenbilder mit ein. Als Universitätsmedizin freuen wir uns sehr, die Ausstellung zeigen zu können und seit kurzem erstmals eine Gastprofessur für gendersensible Medizin zu haben, um dieses wichtige Thema noch sichtbarer zu machen.“
Die vom Deutschen Ärztinnenbund e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin e.V. initiierte Ausstellung zielt darauf ab, bisherige Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und Impulse für Medizin, Wissenschaft und Ausbildung zu geben. Gefördert wird die Ausstellung vom Deutschen Ärztinnenbund (DÄB), von der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin (DGesGM) und der Margarete-Ammon-Stiftung.
Podiumsdiskussion: Wer stützt? Wer glänzt? Über gemeinsame Arbeit und ungleiche Anerkennung in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft
12. Mai 2026, 19 Uhr, Kunstmuseum Moritzburg
Podiumsdiskussion mit Johanna Gehmacher (Wien), Katrin Steffen (Lüneburg) und Christine Fornoff-Petrowski (Oldenburg), moderiert von Olaf Peters (Halle) und Katharina Eger (Halle) und organisiert von der Martin-Luther-Universität.
Herzliche Einladung! Am Dienstag, dem 12. Mai 2026, um 19:00 Uhr findet im Rahmen des Internationalen Workshops »Power Couples? Collaborations at work and at home, c. 1750–1920s« eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema »Wer stützt? Wer glänzt? Über gemeinsame Arbeit und ungleiche Anerkennung in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft« im Kunstmuseum Moritzburg statt.
Vortrag: Resilienztraining
12. Mai 2026, 18-18:45 Uhr, Online via MLUconf
Vortrag organisiert vom Wohlfühlcampus
Dein Studium bringt viele Veränderungen mit sich: Stress, Druck und Unsicherheiten gehören oft dazu. Doch Du kannst lernen, besser damit umzugehen.
In diesem Vortrag erfährst Du, was Resilienz wirklich bedeutet und wie Du Deine innere Stärke gezielt aufbauen kannst mit alltagstauglichen Strategien für mehr Balance, Selbstfürsorge und mentale Stärke.
Damit Du auch in herausfordernden Zeiten gut für Dich sorgen kannst.
Workshop: Wehrhafte Schule! Antidemokratischen Positionen und Einstellungen in der Schule begegnen
12. Mai 2026, 16-18 Uhr, Lernwerkstatt
Workshop mit Stefan Breuer (TU Dresden) organisiert vom ZLB der Uni Halle im Rahmen des Studienbegleitprogramms LEHRKRAFT.
Schule ist ein Teil unserer Gesellschaft und damit auch ein Ort an dem gegenwärtige gesellschaftliche Konflikte und antidemokratische Entwicklungen sichtbar werden. Der Umgang mit antidemokratischen Positionen und Einstellungen fordert Schulen und Lehrkräfte heraus; zusätzlich gerät (politische) Bildung durch antidemokratische Akteur:innen unter Druck. In diesem Workshop werden wir uns von einer kurzen Gegenwartsdiagnose ausgehend mit den derzeitigen Herausforderungen an (angehende) Lehrkräfte auseinandersetzen. Ausgehend von den aktuellen Ergebnissen der Modellprojekte „Starke Lehrer*innen - Starke Schüler*innen“ diskutieren wir anhand von Fallbeispielen Möglichkeiten, wie antidemokratischen Tendenzen in der Elternarbeit, im Kollegium oder in der Schüler*innenschaft begegnet werden kann.
Der Referent Stefan Breuer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Didaktik der Politischen Bildung an der TU Dresden und forscht seit 2015 zum Umgang mit antidemokratischen Tendenzen an Schulen.
Gedenkveranstaltung: Jahrestag der Bücherverbrennung
12. Mai 2026, 16 Uhr, Universitätzplatz
Veranstaltung organisiert von Halle gegen Rechts unter anderem in Koorperation mit dem Stura der Uni Halle.
Gemeinsam erinnern – gegen das Vergessen.
Am 12. Mai laden wir zum Gedenken an die Bücherverbrennung auf den Universitätsplatz in Halle ein.




