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Newsarchiv: Veranstaltungsnews

Jahr 2026

Unikino: Sorry, Baby

25. Juni 2026, 18:15, Hörsaal XXII (Audimax)
Filmvorstellung vom Unikino Halle
Agnes, eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wird nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während ihr Umfeld zur Tagesordnung übergeht, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken. In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre hinweg begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – getragen von Humor und der bedingungslosen Unterstützung ihrer besten Freundin.

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Workshop: Kindeswohlgefährdung

24. Juni 2026, 18 - 20 Uhr, Lernwerkstatt
Workshop mit Nadja Yaakoob & Jan Döring

Der Vortrag bietet eine praxisnahe Einführung in das Thema Kindeswohlgefährdung und vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Erkennung, Einordnung und zum professionellen Umgang mit entsprechenden Verdachtsmomenten. Neben rechtlichen Rahmenbedingungen werden konkrete Handlungsmöglichkeiten sowie Anlaufstellen im Kinderschutz aufgezeigt. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und Orientierung im Umgang mit herausfordernden Situationen zu geben.

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Vortrag: Antisemitismus definieren – Das Verhältnis der IHRA- und JDA-Definition. Eine kritische Analyse

24. Juni 2026, 18 Uhr, Hörsaal XVII (Mel)
Vortrag und Diskussion mit Daniel Poensgen organisiert vom AK gegen Antisemitismus
Seit den Massakern der Hamas und anderer Terrorgruppen in Israel vom 7. Oktober 2023 ist in Deutschland ein massiver Anstieg antisemitischer Vorfälle zu verzeichnen. Jüdinnen:Juden beschreiben den 7. Oktober als Zäsur auch hinsichtlich ihrer Wahrnehmungen von Antisemitismus in Deutschland und Europa. Mit diesen Entwicklungen einher geht eine nicht abreißende Debatte um Antisemitismus-Definitionen. Dabei sieht sich insbesondere die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die 2017 von der Bundesregierung ausdrücklich gewürdigt wurde, mittlerweile starker Kritik von einigen  Wissenschaftler:innen und Journalist:innen ausgesetzt: Sie würde Kritik an israelischer Politik in unzulässiger Weise als antisemitisch definieren, so der Vorwurf. Seit einigen Jahren gibt es mit der Jerusalem Declaration on Antisemitism (JDA) sogar eine Definition, welche die IHRA explizit ersetzen möchte.
Der Vortrag zeigt, dass die Debatte insbesondere um die IHRA bei durchaus vorhandenen Schwächen der Definition von einer problematischen Wahrnehmung geprägt ist. Zugleich vermag die JDA zentrale Aspekte des aktuellen Antisemitismus nicht  erfassen, ist in starkem Maße widersprüchlich und wird als in erster Linie politisches Dokument ihrem eigenen wissenschaftlichen Anspruch nicht gerecht. Überschätzt die Debatte um Definitionen zwar deren potentielle Wirkmächtigkeit in der Bekämpfung des Antisemitismus, wird im Vortrag dennoch gezeigt, welche nicht zu unterschätzende Rolle eine Antisemitismus-Definition in der Bekämpfung des Antisemitismus spielen kann, versteht man sie als Policy-Tool, die eine kritische Arbeit am Begriff nicht ersetzt.

Daniel Poensgen ist leitender wissenschaftlicher Referent beim Bundesverband RIAS und CO-Autor des „Handbuchs zur praktischen Anwendung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus“ der EU-Kommission. Gemeinsam mit Tanja Kinzel hat er zudem eine kritische Analyse der JDA veröffentlicht.

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Ringvorlesung: Frauen schaffen eine neue Welt. Helene Langes Politik der kleinen Schritte

23. Juni 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag mit Angelika Schaser (Hamburg) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.

Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen

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Workshop: Kinderuni 2026

22. Juni 2026, 9-12 Uhr, verschiedene Standorte der MLU
Workshp/Seminar des Schulbüros der Uni Halle

Kleine Nachwuchswissenschaftler*innen der Klassenstufen 1 bis 4 und Förderschule 5. - 6. Klasse können an den letzten drei Montagen im Juni an spannenden und speziell für Kinder konzipierten Vorlesungen und Experimenten im Rahmen der Kinderuni teilnehmen. Die Veranstaltungen werden von den Instituten der Uni Halle eigenständig entwickelt und organisiert.

Am 22. Juni 2026 sind unter anderem mit dabei:

  • Institut für Biologie mit "Der elegante Wurm"
  • Institut für Agrar- und Ernährungswissenshaften mit "Das Grüne Klassenzimmer – Kulturpflanzen"
  • Archäologisches Museum

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Weiterbildung: Stärkende Kommunikation in Abhängigkeitsverhältnissen – Der richtige Umgang mit Hierarchie

22. Juni 2026, 9-16 Uhr, Ort folgt
Workshop mit Thorsten Giese
im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Hierarchische Strukturen gibt es überall: nicht nur an der Universität, sondern – oft  unsichtbar – in jeder Art von Beziehung. Machtvolles Auftreten und Statusgefälle zwischen Personen sind untrennbar miteinander verbunden. Dieses Statusgefälle ist ein dynamischer Prozess, der u.a. an Körpersprache, Sprechweise und Handlungen ersichtlich wird. Den situativen Status kann jede*r selbst verändern. Und das unabhängig von Rang und Position. Dafür braucht es das richtige Handwerkszeug, um auf Augenhöhe zu kommunizieren. Wie stärke ich meine innere Haltung im Umgang mit Vorgesetzten oder starken Persönlichkeiten? Wie kann ich Menschen aufrecht begegnen, von denen ich mich unter Druck gesetzt fühle? Wie kann ich verhindern, dass ich selbst andere mit meinem Status behindere? In diesem Seminar lernen die Teilnehmenden wirkungsvolle Techniken kennen, unterschiedliche Bedürfnisse der Gesprächspartner*innen und „Statusspiele“ zu erkennen, für sich sinnvoll nutzen zu können und dabei respektvoll dem anderen gegenüber zu bleiben

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Workshop: Umgang mit Wissenschaftsfeindlichkeit

18. Juni 2026, 10-16 Uhr, Dozentenbibliothek im Thomasianum, 1. OG
Workshop des Prorektorats für Forschung, Internationalisierung und Transfer der MLU
Es wird ein Workshop zum Umgang mit (digitaler) Gewalt, Hassrede und gezielten Angriffen gegen Wissenschaftler*innen, Wissenschaftskommunikator*innen oder Interessenvertretungen der Universität geben. Der Referent kommt vom Scicomm-Support. Die Teilnahme in Präsenz ist begrenzt, da in der zweiten Phase des Workshops eine Gruppenarbeit durchgeführt wird, in der konkrete Handlungsmöglichkeiten trainiert werden. Für alle, die keinen Platz erhalten oder am 18.06.2026 keine Zeit haben: Die Veranstaltung wird am Freitag, den 20.11.2026, wiederholt.
Für die Teilnahme in Präsenz ist  es erforderlich, dass Sie einen Laptop mitbringen. Online: 10.00 –  12.00 Uhr, Präsenz: 10.00 – 16.00 Uhr.

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Vortrag: Habermas’ Erbe und der Kampf um die Demokratie

17. Juni 2026, 18:15 uhr, Hörsaal 1 (Adam Kuckhoff)
Abendveranstaltung  im Rahmen der Projektwoche "In Verteidigung der Demokratie"
Mit dem Tod Jürgen Habermas am 14. März 2026 verliert die Bundesrepublik Deutschland einen ihrer prominentesten öffentlichen Intellektuellen. Als Begründer der deliberativen Demokratietheorie, als Vordenker des herrschaftsfreien Diskurses und Mahner für eine lebendige europäische Öffentlichkeit steht Habermas’ Denken bis in die Gegenwart hinein für die Frage, wie Demokratie unter den Bedingungen der heutigen Zeit gelingen kann. Gleichzeitig stehen wir vor einer großen Herausforderung angesichts der Landtagswahl am 6.September 2026. Wir laden ein, Habermas’ Demokratietheorie für die Gegenwart fruchtbar zu machen, Konzepte der Demokratie zu diskutieren und Gefährdungen demokratischer Institutionen im politischen Geschehen der Gegenwart zu analysieren. Ziel ist es, Studierende der MLU zum Nachdenken anzuregen, sie zu zivilem Engagement aufzurufen und zugleich den akademischen Diskurs an der MLU sichtbar zu machen.

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Vortrag: Obdachlosigkeit in Halle - was können wir tun?

17. Juni 2026, 18:45 uhr, Puschkinstraße 27
Veranstaltung von der ESG Halle mit Heiko Wünsch (Leiter der Wärmestube, Stadtmission Halle)

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Filmvorstellung: Drzewa milczą

17. Juni 2026, 18 uhr, Puschkino
Filmvorführung vom Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien
Runa ist sechzehn, trägt locker sitzende dunkle Klamotten, malt gern und steht auf Billie Eilish. Sie könnte ein ganz normales Mädchen sein, aber sie ist mit ihrer kurdischen Familie aus dem Irak vor dem IS über  Belarus nach Polen geflüchtet. Nach 18 Tagen im Wald stirbt ihre Mutter und sie findet sich unversehens in der Rolle der Ersatzmutter wieder – ihr Vater ist mit den vier jüngeren Brüdern und dem Leben in einem völlig fremden Land heillos überfordert.

Über einen langen Zeitraum beobachtet Agnieszka Zwiefka eine doppelte Metamorphose. Die Familie verlässt ihren Container an der belarusischen Grenze und versucht, sich einen Alltag mit Wohnung, Schule und Arbeit aufzubauen. Gleichzeitig wächst Runa langsam in ihre neue Rolle als Familienoberhaupt hinein, obwohl sie sich vermutlich lieber altersgemäß mit Comics, Freunden und Musik beschäftigen würde.

Die dunklen Bäume des polnisch-belarusischen Urwalds ziehen sich als Leitmotiv durch die Geschichte. Hier drang das Dunkel in Runas Leben ein, hier änderte sich ihr Schicksal für immer. Meist schweigt sie über ihre Gefühle – diese drückt sie lieber in Zeichnungen aus, deren Ästhetik von eingestreuten Animationen aufgenommen und in fantastische Sequenzen übersetzt wird. [Rainer Mende]

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Podiumsdiskussion: Wissenschaftsfreiheit in Zeiten autoritärer Versuchungen

16. Juni 2026, 18:15 Uhr, Anton Wilhelm Amo Hörsaal
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Claudia Becker, Dr. Justus Henke, Prof. Dr. Jörg Niewöhner, PD Dr. Lukas Otterspeer und moderiert von Nikko Kulke
Die Wissenschaftsfreiheit gilt als tragende Säule der Demokratie – doch sie ist keine Selbstverständlichkeit. Die Entwicklungen in den USA zeigen, wie vulnerabel wissenschaftliche Institutionen gegenüber politischem Druck und gezielter Delegitimierung sein können. Was dort bereits Realität ist, zeichnet sich auch in Deutschland ab.

Sachsen-Anhalt steht exemplarisch für diese Entwicklung. Im Vorfeld der Landtagswahl sieht sich der Wissenschaftsstandort Halle – mit drei Hochschulen, zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und dem Sitz der Leopoldina – mit der umfragenstarken AfD als einer Partei konfrontiert, deren Regierungsprogramm konkrete Eingriffe in die Wissenschaftslandschaft und -freiheit vorsieht: die Abschaffung „missliebiger“ Forschungsfelder, die politische Steuerung von Hochschulräten und Berufungsverfahren sowie gezielte parlamentarische Anfragen zur Einschüchterung einzelner Wissenschaftler:innen und ganzer Institutionen.

Die Veranstaltung bringt Perspektiven aus Wissenschaft und Wissenschaftspolitik zusammen, um Herausforderungen, Strategien und Handlungsmöglichkeiten angesichts dieser Entwicklungen zu diskutieren. Zentrale Fragen werden sein:

Wie bereiten sich Hochschulen auf eine mögliche AfD-Regierungsbeteiligung vor?
Wie gehen wissenschaftliche Institutionen mit dem Spannungsfeld zwischen Neutralitätsgebot und notwendiger Haltungskommunikation um?
Wo besteht echter Reformbedarf im Wissenschaftssystem – und wie lassen sich tragfähige Lösungen von populistischen Scheinreformen unterscheiden?
Wie kann man mit institutionalisierter Sprachlosigkeit und organisierter Vereinzelung in Hochschulen umgehen?

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Vortrag: Strafrecht, Gewaltschutz, Prävention - Reicht das deutsche Recht gegen Femizide aus?

16. Juni 2026, 18:15 Uhr, Hallischer Saal
Gespräch mit Katja von der Bey (Weiberwirtschaft eG, Berlin), Grit Herzog (WohnUnion eG, Halle) und Käthe Fromm (Windfang eG, Hamburg) im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gender im Recht - Wo stehen wir heute?"
Während die staatliche Daseinsvorsorge weiter eingeschränkt wird, steigen die Lebenserhaltungskosten an.
Davon sind Frauen stärker betroffen als Männer, da sie zum Beispiel statistisch weniger verdienen und mehr unbezahlte Care-Arbeit leisten.
Zudem stehen Feminist:innen durch den gesellschaftlichen Rechtsruck vermehrt unter Druck: einerseits wird eine feministische Politik durch die neue Bundesregierung unwahrscheinlicher; andererseits wächst die (digitale) Gewalt ihnen gegenüber.

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