Newsarchiv: Veranstaltungsnews
Jahr 2026
Symposium: Integration - Inklusion - Aktion: 20 Jahre Integrationsvereinbarung an der MLU
2. Juli 2026, 16-19 Uhr, Hörsaal 4 (Uniklinikum Halle)
Veranstaltung des Behindertenbeauftragten des Akademischen Senats mit den Referent*innen Prof. Dr. em. Johann Behrens, Prof. Dr. Katja Nebe, Prof. Dr. Rolf Sethe, Studierende der MLU, Prof. Dr. Thorsten Meyer-Feil
Mit dem Symposium wollen wir einen Blick auf die Inklusion von Angehörigen unserer Universität werfen. Dazu gehört ein historischer Blick, ein Blick auch auf Aktivitäten anderer Universitäten in dieser Zeit, aber auch ein Blick auf wichtige Etappen zur Inklusion unserer Universität, ein Blick aus Sicht der Studierenden als zentralste Zielgruppe der Universität, und ein Blick nach vorn. Inklusion und Teilhabe sind ein hohes Gut - davon zeugen nicht nur zentrale normative Dokumente wie die UN-Behindertenrechtskonvention, das Benachteiligungsverbot nach Artikel 3 Abs. 3 Satz 2 des Grundgesetzes, das Bundesteilhabegesetz oder auch die Landesverfassung unseres Bundeslandes. Wir wollen auch einen Blick auf konkrete Aktivitäten richten und auch den Blick dafür schärfen, dass auch hohe Güter den Zeitläuften unterliegen durchaus gefährdet sein können. Seien Sie eingeladen, das Erreichte angemessen zu würdigen und zu feiern, gemeinsam zu diskutieren, und den Blick und auf die Zukunft von Inklusion einer Universität für Alle zu richten.
Vortrag: Gleichheit kontrovers
2. Juli 2026, 18:15 Uhr, Hallischer Saal
Vortrag mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Susanne Baer im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gender im Recht - Wo stehen wir heute?"
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Susanne Baer hat als ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts viele Erfahrungen mit der Funktions- und Arbeitsweise des Gerichts gesammelt, welche sie im Buch „Rote Linien“ zusammengetragen hat. Gleichzeitig ist sie Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin. Feministische Rechtswissenschaft ist einer ihrer Arbeitsschwerpunkte. Rechtssoziologisch und historisch richtet sie den Blick u.a. auf die Bedeutung von Geschlecht im Recht, die Frage nach der Objektivität von Recht und dessen emanzipatorischer Funktion.
Diese theoretischen Überlegungen wendet sie auf konkrete Kontroversen unserer Zeit an, wie bspw. reproduktive Gerechtigkeit, Recht gegen sexualisierte Gewalt und Lohngleichheit. In ihrem Vortrag wird sie beide Perspektive einbringen und Gleichheit kontrovers diskutieren.
Vortrag: Von Dickpics bis Deepfakes – Geschlechtsspezifische digitale Gewalt
01. Juli 2026, 18–20 Uhr, Hörsaal I (Steintor-Campus)
Vortrag mit Kathi Heffe im Rahmen der Ringveranstaltung Diversity @University der Präventions- und Beratungsstelle Antidiskrimnierung.
Digitale Gewalt zeigt viele Facetten. Sie reicht von Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede bis hin zu Bedrohung, Erpressung und der unbefugten Nutzung von Bildern oder anderer persönlicher Daten. Hinzu kommt die ungefragte Konfrontation mit sexualisierten Inhalten, z.B. nicht einvernehmlich verschickte Dickpics oder sexualisierten Deepfakes.
Im Vortrag sprechen wir über Erscheinungsformen und neue Phänomenbereiche im Netz, von denen weiblich gelesene Personen besonders betroffen sind. Die Teilnehmenden werden über präventive Schutzmöglichkeiten aufgeklärt und lernen, welche Handlungsmöglichkeiten es in Akutsituationen gibt.
Des Weiteren sprechen wir über juristische Möglichkeiten. HateAid stärkt Menschenrechte im digitalen Raum. Die gemeinnützige Organisation klärt über digitale Gewalt auf und erarbeitet Lösungen für ein Netz, in dem Meinungsfreiheit gewahrt und Teilhabe ermöglicht wird.
Ringvorlesung: Die Banalität des Weiblichen. Frauen in Geschichte, Gegenwart und Zukunft
30. Juni 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag mit Kerstin Lücker (Berlin) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Vorlesung: Rechte Raumgewinne und diskursive Kippfiguren in Debatten um universitäre Bildung
29. Juni 2026, 18:15-20 Uhr, Franckesche Stiftung (Haus 31)
Vortrag von Anke Engemann (Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Christiane Thompson (Universität Frankfurt) im Rahmen der Halleschen Abengespräche zu Schule und Bildung, organisiert von Marco Schott & Kilian Hüfner
Die Lage Krise der universitären Bildung stellt ein beliebtes Sujet rechtspopulistischer Diskurse dar. In unserem Vortrag beleuchten wir zwei diskursive Strategien, wie dabei universitäre Bildungsräume verschoben, besetzt und die Grenzen zwischen wissenschaftlichem und politischem Sprechen verunklart werden. Erstens sind Diskursstrategien zu beobachten, welche die ‚Auswanderung‘ von Bildung und Wissenschaft aus der überkommenen Institution Universität proklamieren und zwischen Online-Plattformen, eigens eingerichteten Journals und Netzwerkveranstaltungen alternative Räume für die Ausgestaltung ‚kritischen‘ Denkens erschließen. Zweitens lassen sich die vorgebrachten Ansprüche auf Wissenschaftsfreiheit in Verbindung mit rechtspopulistischen Diskursfiguren als Strategie der Besetzung universitärer Bildungsräume verstehen. Ansprüche dieser Art werden häufig als disruptives Eindringen politisch extremer Positionen in institutionell geschützte akademische Formen und Prozeduren problematisiert. Mit dem letztgenannten Punkt ist aber auch die Frage verbunden, wer sich wie und wo autorisieren kann, Verantwortung für den Schutz des universitären Bildungsraums zu übernehmen – und von anderen einzufordern. Wir nehmen diese Frage in einem weiteren Schritt zum Anlass, die Überlagerung solcher Disruptionen im geteilten universitären Bildungsraum und der Abgrenzungs- bzw. Positionierungsarbeit zu fokussieren: Zum einen wird der Anspruch, Diskursverschiebungen beobachten und analysieren zu können, aus ganz unterschiedlichen Richtungen erhoben und ist selbst längst verstrickt in das Ringen um die Grenzen zwischen politischem und wissenschaftlichem Sprechen. Zum anderen „verzahnen“ sich rechtspopulistische Diskurseinsätze mit Positionen zur Kritik universitärer Bildung, die in geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Debatten seit der Bologna-Reform verankert sind. Wie lassen sich diese Verflechtungen rechter Diskursstrategien angemessen einholen? Dies gilt es ebenso zu diskutieren, wie die Frage, was dies für die Rede universitärer Bildung heute bedeutet.
Workshop: Kinderuni 2026
29. Juni 2026, 9-12 Uhr, verschiedene Standorte der MLU
Workshp/Seminar des Schulbüros der Uni Halle
Kleine Nachwuchswissenschaftler*innen der Klassenstufen 1 bis 4 und Förderschule 5. - 6. Klasse können an den letzten drei Montagen im Juni an spannenden und speziell für Kinder konzipierten Vorlesungen und Experimenten im Rahmen der Kinderuni teilnehmen. Die Veranstaltungen werden von den Instituten der Uni Halle eigenständig entwickelt und organisiert.
Am 29. Juni 2026 sind unter anderem mit dabei:
- Institut für Biologie mit "Bausteine des Leben"
- Institut für Chemie mit "Schleim, Schnee und Schaum – die Kunststoffzauberkiste!"
- Institut für Agrar- und Ernährungswissenshaften mit "Achtung giftig!"
Weiterbildung: Die eigenen Stärken erkennen und selbstbewusst kommunizieren
29. Juni 2026, 9-13 Uhr, Ort folgt
Workshop mit Dipl. Psychologin Nicole Langer im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
In diesem Workshop haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre eigenen Stärken zu reflektieren und zu lernen, diese im Alltag selbstbewusst zu kommunizieren. Verschiedene Kommunikationstechniken werden erarbeitet, um die eigenen Stärken klarer und sichtbarer zu machen. Darüber hinaus wird das Thema „Grenzensetzen“ sowohl theoretisch als auch praktisch behandelt. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit hinderlichen Glaubenssätzen, die es oft erschweren, die eigenen Stärken zu zeigen und eigene Grenzen zu wahren.
Workshop: Women in the Digital Economy
26. Juni 2026, 13:30 uhr, JTC Legal Tech Lab (Große Steinstraße 79/80)
Vortrag organisiert von Prof. Dr. Martha B. Hailu mit Präsentationen von Dr. Catherine McDonald, Dr. Kebene Wodajo, Fadzai Nyamarebvu und Nardos Mohammed
Our visiting professor Dr. Martha B. Hailu will host a workshop on the topical issue of Women in the Digital Economy. Preexisting inequalities—such as limited resources, education, and technical skills—severely restrict women entrepreneurs from navigating complex trading regulations and standards. This divide is mirrored in digital trade, particularly in the developing world, where women face steep barriers including low connectivity, limited access to resources, and minimal digital literacy. To bridge this gap and unlock the opportunities of modern digitalization, targeted legal and policy interventions are required to empower women traders.
• “Access to Education & AI Governance Factors- perspectives on Gender in the Global Majority” by Dr. Catherine McDonald, Institute for Business Ethics, University of St. Gallen
• “Public interest EdTech: law, infrastructure, and human capability” by Dr. Kebene Wodajo, Institute for Business Ethics, University of St. Gallen
• “AfCFTA and Inclusion of African Women Entrepreneurs in Digital Trade” by Ms Fadzai Nyamarebvu, AfriEmerge Global
• “AfCFTA Digital Trade Protocol and Ethiopia” by Nardos Mohammed, Ministry of Trade and Regional Integration of Ethiopia
We’re excited to hear from our speakers and welcome everyone interested in the intersection of digital transformation, law, and women’s empowerment.
Unikino: Sorry, Baby
25. Juni 2026, 18:15, Hörsaal XXII (Audimax)
Filmvorstellung vom Unikino Halle
Agnes, eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wird nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während ihr Umfeld zur Tagesordnung übergeht, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken. In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre hinweg begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – getragen von Humor und der bedingungslosen Unterstützung ihrer besten Freundin.
Workshop: Kindeswohlgefährdung
24. Juni 2026, 18 - 20 Uhr, Lernwerkstatt
Workshop mit Nadja Yaakoob & Jan Döring
Der Vortrag bietet eine praxisnahe Einführung in das Thema Kindeswohlgefährdung und vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Erkennung, Einordnung und zum professionellen Umgang mit entsprechenden Verdachtsmomenten. Neben rechtlichen Rahmenbedingungen werden konkrete Handlungsmöglichkeiten sowie Anlaufstellen im Kinderschutz aufgezeigt. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und Orientierung im Umgang mit herausfordernden Situationen zu geben.
Vortrag: Antisemitismus definieren – Das Verhältnis der IHRA- und JDA-Definition. Eine kritische Analyse
24. Juni 2026, 18 Uhr, Hörsaal XVII (Mel)
Vortrag und Diskussion mit Daniel Poensgen organisiert vom AK gegen Antisemitismus
Seit den Massakern der Hamas und anderer Terrorgruppen in Israel vom 7. Oktober 2023 ist in Deutschland ein massiver Anstieg antisemitischer Vorfälle zu verzeichnen. Jüdinnen:Juden beschreiben den 7. Oktober als Zäsur auch hinsichtlich ihrer Wahrnehmungen von Antisemitismus in Deutschland und Europa. Mit diesen Entwicklungen einher geht eine nicht abreißende Debatte um Antisemitismus-Definitionen. Dabei sieht sich insbesondere die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die 2017 von der Bundesregierung ausdrücklich gewürdigt wurde, mittlerweile starker Kritik von einigen Wissenschaftler:innen und Journalist:innen ausgesetzt: Sie würde Kritik an israelischer Politik in unzulässiger Weise als antisemitisch definieren, so der Vorwurf. Seit einigen Jahren gibt es mit der Jerusalem Declaration on Antisemitism (JDA) sogar eine Definition, welche die IHRA explizit ersetzen möchte.
Der Vortrag zeigt, dass die Debatte insbesondere um die IHRA bei durchaus vorhandenen Schwächen der Definition von einer problematischen Wahrnehmung geprägt ist. Zugleich vermag die JDA zentrale Aspekte des aktuellen Antisemitismus nicht erfassen, ist in starkem Maße widersprüchlich und wird als in erster Linie politisches Dokument ihrem eigenen wissenschaftlichen Anspruch nicht gerecht. Überschätzt die Debatte um Definitionen zwar deren potentielle Wirkmächtigkeit in der Bekämpfung des Antisemitismus, wird im Vortrag dennoch gezeigt, welche nicht zu unterschätzende Rolle eine Antisemitismus-Definition in der Bekämpfung des Antisemitismus spielen kann, versteht man sie als Policy-Tool, die eine kritische Arbeit am Begriff nicht ersetzt.
Daniel Poensgen ist leitender wissenschaftlicher Referent beim Bundesverband RIAS und CO-Autor des „Handbuchs zur praktischen Anwendung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus“ der EU-Kommission. Gemeinsam mit Tanja Kinzel hat er zudem eine kritische Analyse der JDA veröffentlicht.
Ringvorlesung: Frauen schaffen eine neue Welt. Helene Langes Politik der kleinen Schritte
23. Juni 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag mit Angelika Schaser (Hamburg) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen




