Newsarchiv: Veranstaltungsnews
Jahr 2026
Ringvorlesung: Frauenmacht in der DDR? Über Strategien weiblicher Interessenvertretung im Staatssozialismus
16. Juni 2026, 16-18 Uhr, Hörsaal II (Steintor-Campus)
Vortrag mit Dorothee Wierling (Hamburg) im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Geschichte in Kooperation mit gender*bildet.
Die Ringvorlesung widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und
Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Vortrag: Radikale Demokratie und die Macht des Affektiven
15. Juni 2026, 18-20 Uhr, Seminarraum 7 (EA26)
Veranstaltung mit Referent Dr. Dominik Herold, moderiert von Dr. Simone Jung (IZEA) und Prof. Dr. Rieke Trimcev im Rahmen der Veranstaltungsreihe "In Verteidigung der Demokratie"
Autoritäre und faschistische Strömungen üben weltweit Druck auf demokratische Systeme aus. Sie bewirtschaften gezielt Gefühle und Emotionen, um politische Unterstützung zu gewinnen. Wer das Affektive jedoch nur als Mittel zur Stabilisierung von Herrschaft deutet, verkennt einen entscheidenden Punkt: Affekte sind selbst eine zentrale Voraussetzung des demokratischen Gelingens. Der Kampf um Demokratie lässt sich dann als ein Kampf verstehen, der mit Affekten um Affekte geführt wird — ein Kampf, der die Frage von körperlicher Handlungsfähigkeit und politischer Vorstellungskraft (wieder) zurück ins Zentrum rückt.
Unikino: 22 Bahnen
16. Juni 2026, 18:15, Hörsaal XXII (Audimax)
Filmvorstellung vom Unikino Halle
Die Studentin Tilda lebt in einer Kleinstadt und übernimmt Verantwortung für Haushalt und kleine Schwester, weil die alkoholkranke Mutter kaum für sie da sein kann. Tilda schwimmt täglich 22 Bahnen im Freibad, um klarzukommen. Eine Promotionsstelle in Berlin öffnet eine neue Aussicht, doch ihre Angst, ihre Schwester zurückzulassen, zieht sie zurück. Im Kontakt mit Viktor - dem Bruder eines verstorbenen Freundes - kommen Schuldgefühle und alte Erinnerungen hoch.
Weiterbildung: Führen auf Augenhöhe – Laterale Führung in Hochschulen
15. Juni 2026, 12-16 Uhr, Online
Workshop mit Dr. Heidrun Ludwig im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Streit unter Mitarbeitenden stellt vor allem Vorgesetzte vor besondere Herausforderungen. Einerseits müssen sie gewährleisten, dass die Arbeitsprozesse ohne Reibungsverluste laufen, müssen ihrer Fürsorgepflicht gegenüber jedem*r Beschäftigten nachkommen sowie geltende MLU-interne Vorgaben erfüllen, z. B. Einhaltung der Dienstvereinbarung zur Bekämpfung von Mobbing. Alle Seiten erwarten von ihnen, den Konflikt souverän zu moderieren – natürlich im jeweils eigenen Interesse. Das Seminar vermittelt Wissen und Fertigkeiten, um Konfliktsituationen in der Arbeitsgruppe souverän zu managen. Sie als Vorgesetzte*r reflektieren die eigene Rolle im Konfliktgeschehen und lernen einige Gesprächstechniken kennen, die es ermöglichen, auch in einer aufgeheizten Stimmung deeskalierend zu kommunizieren und gemeinsam mit allen Beteiligten konstruktive Lösungen zu erarbeiten.
Vortrag: Marthin Luther: Antisemit, Sexist, Klassenfeind - Warum die MLU umbenannt werden muss
11. Juni 2026, 18 uhr, HS XVIII (Melanchthonianum)
Vortrag organisiert von der linken Hochschulgruppe Halle
Noch heute wird Martin Luther als Reformator gefeiert, der die Ungerechtigkeit des Ablasshandels überwunden und den Menschen die Möglichkeit gegeben habe, ohne korrupte Kardinäle die Bibel zu studieren. Im Lutherland Sachsen-Anhalt sind Straße und ganze Städte nach ihm benannt, die Marktkirche Halle beherbergt seine Totenmaske und überall findet man Hinweise auf das vermeintliche oder tatsächliche Wirken des Wittenberger Theologen. Insbesondere die Martin-Luther-Universität vertritt diese Tradition und führt sie weiter. Dabei geht allerdings unter, dass Martin Luther ein ausgesprochenes Menschenbild war, der die Vorurteile und Abwertungen seiner Zeit zu ganz neuen Höhen getrieben hat. Gegen jüdische Menschen empfahl er den Machthabern Ratschläge, die auf Vertreibung, Vernichtung und Gefangenschaft hinausliefen, Frauen wertete er nicht nur mit religiösen, sondern auch mit biologischen Argumenten ab und kritische oder gar revoltierende Bauern sollten durch die Fürsten abgeschlachtet werden. Und all das stand nicht nur in seiner theologischen Position, sondern auch noch ein Ergebnis von ihr. Das NS-Regime griff all das für einen Lutherkult, der auch zur Benennung der MLU im April 1933, also gut zwei Monate nach der Machtübergabe an die Nazis, führte.
Deshalb ist es höchste Zeit, Luther zu kritisieren und nach alternativen Namensvorschlägen zu suchen. Es ist darüber hinaus höchste Zeit, im allgemeinen Geschichtsbewusstsein eine breitere Perspektive auf die Reformation zu ermöglichen, die weder von Luther erfunden noch von ihm bestimmt wurde.
Der Vortrag skizziert das Denken und Wirken Luthers, untersucht die Rezeption und macht Vorschläge für eine neue Erinnerungspolitik. Im Anschluss sind alle herzlich zur Diskussion eingeladen.
Vortrag: Sachsen-Anhalt vor der Wahl. Migrationsrecht im Kontext der AfD
10. Juni 2026, 18-20 uhr, Hörsaal 1 (Adam Kuckhoff)
Abendveranstaltung im Rahmen der Projektwoche "In Verteidigung der Demokratie"
Im Fokus der Veranstaltung stehen die migrationspolitischen Forderungen der AfD in Sachsen-Anhalt und deren Bewertung aus verfassungsrechtlicher Perspektive. Welche Maßnahmen werden diskutiert – und inwieweit sind sie mit dem Grundgesetz vereinbar? Mark Niklas Cuno und Lukas Bornschein, die ihre Analyse kürzlich im Verfassungsblog veröffentlicht haben, zeigen dabei auch auf, dass lediglich 13 von 56 Forderungen rechtlich überhaupt umsetzbar sind, und geben zunächst einen fundierten Einblick in die rechtlichen Dimensionen der Debatte. Im Anschluss lädt die Veranstaltung zu einem offenen Diskurs mit dem Publikum ein, um zentrale Fragen gemeinsam zu vertiefen und kritisch zu diskutieren.
Vortrag: Wahlbeobachtung nicht den Anti-Demokraten überlassen
10. Juni 2026, 18-20 uhr, Hörsaal 3 [EA 26]
Abendveranstaltung im Rahmen der Projektwoche "In Verteidigung der Demokratie"
Am 06. September 2026 finden in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. Die “Plattform Wahlen“ – eine Gruppe internationaler OSZE Wahlbeobachter:innen – verfolgt mit Sorge die Versuche antidemokratischer Kräfte, deutschlandweit eine vorgeblich unabhängige, tatsächlich aber parteiliche Wahlbeobachtung zu etablieren und Zweifel an der Unabhängigkeit unserer Wahlverwaltungen zu streuen. In Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle lädt die „Plattform Wahlen“ interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Sachsen-Anhalt ein, ehrenamtliche Wahlbeobachter nach international anerkannten Standards (OSZE/ODIHR, Europarat, UN) zu werden. Ziel der Wahlbeobachtung ist es, den Wahlverlauf kritisch und unabhängig zu beobachten und Wahlverwaltung und politisch Verantwortlichen Empfehlungen zu ihrer Verbesserung zu geben.
Am Mittwoch, 10. Juni 2026 findet von 18.00 – 20.00 Uhr im Hörsaal 3 am Steintor Campus der Martin-Luther-Universität in Halle eine von OSZE-Wahlexperte Thomas Leszke geleitete Einführungsveranstaltung statt. Ende August besteht die Möglichkeit, an zwei Online-Abendkursen teilzunehmen.
Vortrag: Wie halten wir den neuen Faschismus auf? Wehrhafte Demokratie in Schule und Universität aus politikdidaktischer Sicht
10. Juni 2026, 18:15-20 Uhr, Hybrid (Uni Bremen und per Zoom)
Der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Petrik (MLU) ist Teil der Ringvorlesung „Gefährdete Demokratie“ von Profs gegen Rechts an der Universität Bremen.
Seit längerem ist das Erstarken anti-demokratischer Tendenzen und Kräfte in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt beobachtbar. Diese sind auf komplexe Weise mit Rassismen, Antisemitismus, Islamophobie, virulenten Sexismen, Klimawandelleugnung, neoliberalen Austeritätspolitiken und einem tiefgreifenden Anti-Intellektualismus und Nationalismus verzahnt. Auch die Wissenschaftsfreiheit wird zunehmend von politischer Seite (vgl. u.a. die sogenannte Fördergeld-Affäre im BMBF) entweder stark angegriffen oder allgemein als Freiheit zur Diskriminierung begriffen.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Netzwerk „Profs gegen Rechts“ an der Universität Bremen in Kooperation mit der Verbundforschungsplattform Worlds of Contradiction (WOC) unter dem Titel „Gefährdete Demokratie“ eine über mehrere Fachbereiche hinweg organisierte Vorlesungsreihe, die sich der Verwundbarkeit demokratischer Prinzipien aus unterschiedlichsten Perspektiven nähert und die Universität als Ort des offenen Diskurses in Zeiten seiner Bedrohung stärken möchte.
Eingeladen werden Personen aus der Wissenschaft und dem öffentlichen Leben, die sich u.a. dem Verfassungsrecht, der Rechtsextremismusforschung, Rassismen in der Medienlandschaft und der Hochschul- und Klimapolitik der AFD widmen. Die Vorlesungsreihe wendet sich an alle Angehörigen der Universität Bremen sowie eine interessierte außeruniversitäre Öffentlichkeit und stellt die Frage nach der Verwundbarkeit demokratischer Gesellschaftsformen sowie die Arten und Gründe ihrer Gefährdungen ins Zentrum unseres Gesprächs.
Queer-Treff: Fimo Abend
10. Juni 2026, 18:15 Uhr, Sitzungszimmer (Melanchthonianum)
Veranstaltung organisiert vom AK que(e)r einsteigen
Hallo liebe Menschen!
Bald findet wieder der queer-Treff statt! Bei der nächsten Veranstaltung planen wir einen Fimo Abend
Fimo ist eine ofenhärtende Modelliermasse, die wir nutzen können um allerlei Schmuck, Deko, Figürchen, usw. zu formen, die unsere Leben bunt machen :)
Für vegane Snacks ist gesorgt!
Workshop: Umgang mit stotternden Schüler:innen
10. Juni 2026, 10-12 Uhr, ZLB (Dachritzstraße 12, Raum 215
Workshop mit Elisa Urbahn organisiert vom ZLB der Uni Halle im Rahmen des Studienbegleitprogramms LEHRKRAFT.
Etwas sagen wollen und es nicht richtig aussprechen können – Stottern ist für betroffene Personen eine enorme Belastung, die im Extremfall zum vollständigen Rückzug aus dem sozialen Leben führen kann. Hatten Sie im Laufe Ihres Lebens schon mal Kontakt mit einer Person, die stottert? Das ist gut möglich, denn etwa ein Prozent aller Menschen ist vom Stottern betroffen – also eine aus hundert Personen. Und damit ist es ziemlich wahrscheinlich, dass Sie im Laufe Ihres Berufslebens mal mit betroffenen Kindern und Jugendlichen zu tun haben werden. Der Online-Workshop hat zum Ziel, Ihnen die wichtigsten Informationen über das Stottern zu vermitteln. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie eine Lehrkraft mit stotternden Kindern und Jugendlichen in ihrer Klasse umgehen sollte.
Weiterbildung: TINklusive Hochschule?! Sensibilität im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt
10. Juni 2026, 13-16 Uhr, Online
Workshop mit Sabine Wöller im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Lange gingen die meisten Menschen davon aus, dass es nur zwei Geschlechter gebe: Männer und Frauen. Seit 2018 gibt es in Deutschland vier offizielle Personenstände (männlich, weiblich, divers, keine Angabe), mit denen versucht wird, die Realität geschlechtlicher Vielfalt adäquater abzubilden. Auch an der MLU studieren und arbeiten Personen aller Geschlechter. Trans*, inter* und nicht binäre Menschen (kurz: TIN) sehen sich dabei mit Herausforderungen und Diskriminierungsrisiken konfrontiert, die ihre Studier- und Arbeitsfähigkeit stark
beeinträchtigen können. Diese resultieren häufig nicht aus böser Absicht, sondern aus mangelnder Sensibilisierung. Die Weiterbildung sensibilisiert für Herausforderungen und Barrieren und zeigt an Praxisbeispielen auf, wie Sie sensibel mit geschlechtlicher Vielfalt umgehen und Diskriminierungserfahrungen vermeiden können.
Weiterbildung: Konflikte als Vorgesetzte*r souverän moderieren
9. Juni 2026, 9-14 Uhr, Präsenz
Workshop mit Anke Märker im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Uni Halle 2026.
Streit unter Mitarbeitenden stellt vor allem Vorgesetzte vor besondere Herausforderungen. Einerseits müssen sie gewährleisten, dass die Arbeitsprozesse ohne Reibungsverluste laufen, müssen ihrer Fürsorgepflicht gegenüber jedem*r Beschäftigten nachkommen sowie geltende MLU-interne Vorgaben erfüllen, z. B. Einhaltung der Dienstvereinbarung zur Bekämpfung von Mobbing. Alle Seiten erwarten von ihnen, den Konflikt souverän zu moderieren – natürlich im jeweils eigenen Interesse. Das Seminar vermittelt Wissen und Fertigkeiten, um Konfliktsituationen in der Arbeitsgruppe souverän zu managen. Sie als Vorgesetzte*r reflektieren die eigene Rolle im Konfliktgeschehen und lernen einige Gesprächstechniken kennen, die es ermöglichen, auch in einer aufgeheizten Stimmung deeskalierend zu kommunizieren und gemeinsam mit allen Beteiligten konstruktive Lösungen zu erarbeiten.




