
Newsarchiv: Neuigkeiten
Jahr 2026
Unklarer Nutzen: Willkommensklassen verbessern Deutschkenntnisse von Geflüchteten zu wenig
September 2025
Junge Geflüchtete verbessern ihre Sprachkenntnisse in Deutschland am ehesten, wenn sie möglichst schnell in reguläre Schulklassen kommen. Das zeigt eine neue Studie von Forschenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), für die sie Daten von mehr als 1.000 Jugendlichen auswerteten. Die Analyse zeigt auch: Willkommensklassen scheinen unzureichende Deutschkenntnisse nicht wie erhofft ausgleichen zu können. Die Arbeit wurde im Fachmagazin „Acta Sociologica“ veröffentlicht.
Psychische Gesundheit: Ausbauphase des DZPG gestartet
September 2025
Rund 17,3 Millionen Euro erhalten Forschende aus Halle, Jena und Magdeburg, um ihre Arbeit im Rahmen des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) fortzusetzen. Die Mittel dafür stammen vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Die Forschungsprojekte untersuchen die Entstehung psychischer Erkrankungen. Ziel ist ein detaillierteres Verständnis dieser Krankheiten, um die Versorgung und Prävention verbessern zu können.
Universität Halle erhält Millionenförderung für Stärkung der Chancengleichheit in der Wissenschaft
September 2025
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erhält bis Ende 2027 rund 3,5 Millionen Euro für das Projekt „FEM POWER – Wissenschaftlerinnen stärken – Wissenschaftskultur verändern“, um Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in der strategischen Entwicklung der MLU als Querschnittsaufgabe zu verankern. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).
„Exzellenz geht nicht ohne Frauen“ – FEM POWER an der MLU
September 2025
3,5 Millionen Euro erhält die MLU für das Projekt „FEM POWER – Wissenschaftlerinnen stärken – Wissenschaftskultur verändern“. Ziel ist es, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Was dabei im Fokus steht und wie das Projekt im Detail umgesetzt wird, erklären die Referentin für Vielfalt und Chancengleichheit Dr. Andrea Ritschel und die Referentin für Mentoringprogramme im Wissenschaftsbereich Anne-Katrin Schlobach im Interview.
Antisemitismusbeauftragte tagen an der MLU
Septemer 2025
Die Antisemitismusbeauftragten der Justiz aus ganz Deutschland haben sich an der MLU getroffen. Ein Thema ihrer Konferenz war ein Modellprojekt in Sachsen-Anhalt, mit dem angehende Jurist*innen im Rahmen ihrer Ausbildung für das Thema Antisemitismus sensibilisiert werden. An dem Treffen nahm auch Dr. Felix Klein, der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, teil.
International Office stellt sich neu auf
Septemer 2025
Das International Office unterstützt als zentrale Einrichtung alle Bereiche der Universität bei ihren Internationalisierungsaktivitäten und hat dabei Studierende, Wissenschaftler*innen und Mitarbeitende gleichermaßen im Blick. Leiter ist seit 2023 Dr. Boris Wille; er hat einen Prozess zur Neustrukturierung angestoßen. Im Interview erklärt er, wie das International Office zukünftig aufgestellt sein wird.
International Office sucht Teilnehmer für Buddy-Programm
Juli 2025
Aller Anfang ist schwer: Das gilt besonders für internationale Studierende. Beim Buddy-Programm der Universität unterstützen hallesche Studierende internationale Neuankömmlinge zum Beispiel bei der Wohnungssuche und beim Studienstart an der MLU. Für die nächste Runde des Programms werden noch Interessierte gesucht.
Besser und schneller promovieren in Sachsen-Anhalt: MLU startet landesweites Netzwerk
Juli 2025
Wie lässt sich die Betreuung von Promovierenden an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt insgesamt verbessern? Welche neuen Konzepte gibt es? Was lässt sich von Promotionsprogrammen im Ausland lernen? Und: Welche Angebote brauchen Postdoktoranden, um ihr eigenes wissenschaftliches Profil zu entwickeln? Mit Fragen wie diesen befasst sich das neue Projekt "Hochschulnetzwerk der Graduiertenakademien in Sachsen-Anhalt" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Ziel ist es, neue Angebote und Konzepte für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an den Hochschulen im Land zu entwickeln. Hierfür erhält die MLU rund 1,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und vom Land Sachsen-Anhalt.
Universität Halle erhält erneut das Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule
Juni 2025
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat zum fünften Mal in Folge das Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule erhalten. Die MLU trägt das Zertifikat seit 2009 als besondere Anerkennung für eine nachhaltige Gestaltung familiengerechter Arbeits- und Studienbedingungen. Die Verleihung des Gütesiegels fand gestern in Berlin statt. Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker erhielt das Zertifikat aus den Händen von Mareike Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium.
FEM POWER Vision: Start an der Uni Halle
Juni 2025
„Wissenschaftlerinnen stärken – Wissenschaftskultur verändern“ – unter dieser Überschrift startete das Projekt "FEM POWER Vision" am 01. April 2025 in die zweite Förderperiode. Das intersektionale Gleichstellungsprojekt will gezielt Karrieren von Wissenschaftlerinnen stärken und Geschlechtergerechtigkeit universitätsweit verankern. Vier eng verzahnte Module greifen dabei ineinander:
- Modul 1 entwickelt vorhandene Personalentwicklungsinstrumente weiter, um Wissenschaftlerinnen entlang der Qualifikationsphasen systematisch zu fördern.
- Modul 2 stärkt dezentrale Akteurinnen, macht erfolgreiche Gleichstellungsinitiativen sichtbar und trägt Geschlechtergerechtigkeit in die Breite der Universität.
- Im Rahmen von Modul 3 „gender*bildet“ liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung des Zertifikatsprogramms für Studierende sowie hochschuldidaktischer Angebote und der Sichtbarmachung und Vernetzung von Genderforscher*innen.
- Modul 4 setzt auf eine Erhöhung des Frauenanteils in den MINT-Fächern: zusätzliche Forschungsstellen für promovierte Wissenschaftlerinnen schaffen gute Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Weg zur Berufungsfähigkeit.
Die Gesamtprojektleitung übernimmt Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker, zentrale Ansprechpartnerin ist Dr. Andrea Ritschel (Referentin für Vielfalt und Chancengleichheit). Anne-Katrin Schlobach verantwortet Modul 1 als Referentin für Mentoring, Verena Stange Modul 3 als Projektkoordinatorin, beide sind in der Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit tätig. Weitere Neueinstellungen folgen in Kürze.
Beteiligung der Uni Halle am Kompetenznetzwerk Hochschulische Antisemitismusprävention
Juni 2025
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat im Rahmen eines neuen Projekts das "KoNHAP – Kompetenznetzwerk Hochschulische Antisemitismusprävention" gegründet. Es befasst sich mit der Vernetzung der hochschulischen Beauftragten gegen Antisemitismus sowie Personen, die diese Aufgaben in anderer Funktion wahrnehmen, und Erfahrungsaustausch zu Antisemitismusprävention und -forschung, Unterstützung der HRK-Gremien zum Thema Antisemitismusbekämpfung und -prävention, Evaluierung von und Beratung zu Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Organisation von Wissenstransferaktivitäten wie Veranstaltungen und Erarbeitung von Informationsmaterialien. Die Präventions- und Beratungsstelle Antidiskriminierung vertritt die Uni Halle im Netzwerk.
Universitätsmedizin setzt Zeichen für Antidiskriminierung
Juni 2025
Im Foyer des Dekanats der Medizinischen Fakultät der Uni Halle steht seit Kurzem eine besondere Sitzbank: eine #Antidiskriminierungsbank. Sie lädt nicht nur zum Verweilen ein, sondern auch zum Nachdenken. PD Dr. Amand-Gabriel Führer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie, und Informatik, und Jana Niemann vom Institut für Medizinische Soziologie haben sich dafür eingesetzt, dass eine Antidiskriminierungsbank nach Halle kommt. Die Bank steht symbolisch für eine klare Haltung gegen Diskriminierung im Universitätsalltag. Laut einer Umfrage unter Studierenden der MLU erfahren Medizinstudierende im Vergleich der Fakultäten besonders häufig Diskriminierung – ein klarer Widerspruch zu den Grundsätzen ärztlicher Ethik. „Vor diesem Hintergrund ist es ein sinnvolles und wichtiges Signal, wenn die Medizinische Fakultät sich aktiv dafür einsetzt, dass alle Menschen gleichermaßen Zugang zu medizinischer Versorgung bekommen bzw. studieren können, ohne diskriminiert zu werden. Diese Bank ist ein Symbol für diese Bestrebungen“, sagt PD Dr. Führer. Die Bank ist Teil der bundesweiten Anti-Diskriminierungskampagne „Empowerment für Diversität“ der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Die Initiative fördert bereits an der Medizinischen Fakultät eine Lehrveranstaltung, die sich kritisch mit Rassismus und Sexismus in der Medizin auseinandersetzt.



